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Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
24-07-2009, 06:57 AM
Beitrag: #1
Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
Gemäß Prospekt erfüllen die Indexa Funk-EMA`s ja die „strengen Anforderungen“ der EN 50131 Klasse 2 – was heißt das denn eigentlich genau?

Gemäß letti entspricht ja auch seine Infraschall-EMA der EN 50131 Klasse 2…

Was fehlt denn eigentlich den Indexa-Anlagen für die VDS-A Zertifizierung?

Hintergrund meiner Frage: Ich war die letzten Tage mal bei der kriminaltechnischen Beratungsstelle. Der sehr nette und in meinen (Laien-)Augen auch sehr kompetente Mann, hat sich da ganz klar geäußert, WENN EMA dann unbedingt auf die VDS-A Zertifizierung achten oder das ganze lieber sein lassen…
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24-07-2009, 08:54 PM
Beitrag: #2
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
Der Verband der Sachversicherer wie er damals hieß hatte seine große Zeit als es noch kein vereintes Europa gab. Unbestritten ist das die Anforderungskriterien an die Geräte hoch und gut sind. Unbestriten ist auch das es dem VdS zu verdanken ist das wir heute sehr zuverlässige und Fehlalarmsichere Einbruchmeldeanlagen haben. Die haben schon einen sehr guten Job gemacht.
Allerdings spielt der Vds (Vertrauen durch Sicherheit heißt er ja heute) in Europa keine Entscheiderrolle. Da interessiert sich niemand für eine rein deutsche Prüfkommision. Bezüglich Normen solte man fogendes wissen, ganz oben ist die ISO (gilt weltweit),darunter kommt in europa die EN (EN=europäische Norm, gilt also für Europa) und darunter kommt die DIN (deutsche Industrie Norm). Natürlich werden die Normen von der ISO ausgehend, immer in den zuständigen Gremien, in die jeweilige Amtssprache meist übereinstimmend übersetzt. Wenn nun ein Hersteller nicht nur für Deutschland sondern für Europa produziert, wird er natürlich die europäische Richtlinie bedienen. Nebenbei angemerkt, das VdS Zertifikat kostet auch eine stolze Summe. Man mag darüber denken wie man möchte, aber faktisch haben wir ein gemeinsames Europa mit Länder übergreifende Regeln.
Grad-Gegenüberstellung der Sicherungs-Klassen

VdSGrad -/- = DIN EN 50 131-1 Grad 1 = DIN VDE 0833-1/3 Grad 1

VdSGrad A = DIN EN 50 131-1 Grad 2 = DIN VDE 0833-1/3 Grad 2

VdSGrad B = DIN EN 50 131-1 Grad 3 = DIN VDE 0833-1/3 Grad 3

Erläuterung der Sicherheitsgrade;
Grad 1: Niedriges Risiko
Es wird angenommen, dass Einbrecher geringe Kenntnisse über Einbruchmeldeanlagen haben und nur über eine beschränkte Anzahl leicht erhältlicher Werkzeuge verfügen.
Grad 2: Niedriges bis mittleres Risiko
Es wird angenommen, dass Einbrecher begrenzte Kenntnisse über Einbruchmeldeanlagen haben und allgemein übliche Werkzeuge und tragbare Instrumente benutzen.
Die Funktionseigenschaften einer Anlage sind je nach Grad verschieden. Funktionseigenschaften sind zum Beispiel: Registrierung von Ereignissen, Verbindungsüberwachung ,Sabotagesicherheit, Erkennen, Zugangsebenen etc.
Fazit:
Die VdS Klasse A ist gleichbedeutend wie die EN50131-1 Klasse 2. Nur Vds ist Deutschland und EN ist Europa



w889 schrieb:Gemäß Prospekt erfüllen die Indexa Funk-EMA`s ja die „strengen Anforderungen“ der EN 50131 Klasse 2 – was heißt das denn eigentlich genau?

Gemäß letti entspricht ja auch seine Infraschall-EMA der EN 50131 Klasse 2…

Was fehlt denn eigentlich den Indexa-Anlagen für die VDS-A Zertifizierung?

Hintergrund meiner Frage: Ich war die letzten Tage mal bei der kriminaltechnischen Beratungsstelle. Der sehr nette und in meinen (Laien-)Augen auch sehr kompetente Mann, hat sich da ganz klar geäußert, WENN EMA dann unbedingt auf die VDS-A Zertifizierung achten oder das ganze lieber sein lassen…

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24-07-2009, 10:55 PM
Beitrag: #3
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
Moin Moin, W889!

Wersch hat dir ja schon einen guten Umriss gezeichnet, wie ich finde - Danke dafür @ Wersch!

Ich möchte noch ein paar weitere Punkte anführen, die u.a. dafür sorgen, dass auch die Firma, bei der ich angestellt bin, keine VdS-Zulassung besitzt:
Der deutsche Markt ist ja dafür berüchtigt, dass dort alles noch besser (strenger) kontrolliert wird als im europäischen Ausland, deshalb trägt die EN wohl sicher wieder einige laschere Reglementierungen zur Schau (ohne dass ich jetzt wirklich den genauen Wortlaut beider Schriften miteinander verglichen habe! *grins*) als die 'überholten' VdS-Vorschriften...

VdS-zertifizierte Anlagen müssen (eigentlich) auch von ebenso zertifizierten Fachleuten errichtet werden - diese VdS-Zulassung ist personengebunden und kostet den Firmeninhaber eine Stange Geld z.B. für die Ausbildung und Prüfung(en) des Personals, eine weitere Voraussetzung für die VdS-Zulassung einer Firma (bzw. eines oder mehrerer Mitarbeiter) ist zum Beispiel ein Qualitätsmanagementsystem mit Zulassung nach ISO9001 (oder 9002???, weiß ich gerade nicht genau, sorry), das alleine ja schon auch nicht gerade günstig zu bekommen ist und auch jedes Jahr wieder überprüft wird/werden kann. VdS-Errichter müssen dann auch im Jahr eine bestimmte Anzahl VdS-konformer Anlagen nachweisen, die dann vom VdS auch überprüft werden können/dürfen, es erfolgt also quasi jedes Jahr eine neue Gesellen- oder sogar schon Meisterprüfung (natürlich jedes Mal kostenpflichtig *g*)...

Es ist also für viele (gerade kleinere) Firmen eine reine Geldfrage, sich die VdS-Zulassung zu beschaffen oder eben lieber doch nicht - wir als Firma haben einfach zu wenig Alarmaufträge im Jahr, als dass sich dieser Zertifizierungsmarathon für uns rechnen würde...
Allerdings errichten auch wir Anlagen, die durchaus vom jeweiligen Versicherer abgesegnet sind und auch mit Prämienvorteilen für den Versicherten einher gehen - das ist eine reine Verhandlungssache mit dem Versicherer des zu schützenden Objektes!

Allerdings achten wir auch darauf, zum größten Teil Komponenten einzubauen, die eine Gerätezulassung des VdS besitzen - die Kosten dafür hat zuerst mal der Hersteller 'am Bein' (der gibt diese 'Mehrkosten' natürlich an uns Errichter weiter), aber so kann auch ich sicher sein, dass die Komponenten (z.B. Bewegungsmelder oder Fensterkontakte) zumindest schon einmal auf einem scharfen Prüfstand waren und dadurch die Gefahr eines Falschalarms deutlich geringer wird als bei irgendwelchem Baumarktschxxx...!
Bei den Einbruchmeldezentralen allerdings verzichten wir mittlerweile auch oft auf eine VdS-Gerätezulassung, da im privaten Segment leider alles nur noch über den Preis läuft - würde ich jetzt auch noch ausschließlich VdS-zugelassene Zentralen verwenden, würde ich keinen Auftrag mehr generieren können, weil ich einfach auf dem Markt zu teuer wäre...
Dies gilt wohlgemerkt wirklich nur für das Privatkundensegment, bei Juwelieren oder Banken z.B. werden (selbstverständlich) so hohe Anforderungen gestellt, dass man dort wohl um VdS-Zentralen ird zurückgreifen müssen, aber das ist ja auch nicht unser Hauptkundenkreis... ;o)

Also hat der Bursche von der kriminaltechnischen Beratungsstelle schon insofern Recht mit seiner Aussage, dass VdS-Errichter ein gewisses Qualitätsprädikat darstellen, allerdings heißt VdS ja auch in Errichterkreisen "Verteuert das System". Und schwarze Schafe kann man leider auch unter VdS-Errichtern antreffen!

Weiterhin ist auch eine VdS-Anlage 'nur' eine EinbruchMELDEanlage, Einbrüche verhindern kann eine Anlage höchstens durch Abschreckung im Sinne von: "Guck mal Ede, da hängt eine Sirene draußen dran, dann steigen wir lieber beim Nachbarn ein, der hat keine..."
Es sollte also bei der Projektierung (durch Fachleute, keine Heimwerker bitte!) an einem Objekt immer ein Gesamtbild entworfen werden, das aus einer Einbruchmeldeanlage, mechanischen Sicherungen wie z.B. Gitter, den sogenannten Pilzkopfverriegelungen oder wenigstens abschließbaren Fenstergriffen und entsprechender einbruchhemmender Verglasung bestehen sollte. Letztere wird landläufig auch ganz gerne mal als 'Panzerglas' bezeichnet, fachgemäßer jedoch als 'A1- Verglasung' (= Widerstandsklassifizierung A1) oder auch einfacher als VSG (= Verbundsicherheitsglas, besteht wie die Frontscheiben in Autos aus zwei Glasscheiben mit einer einlaminierten stabilen Folie dazwischen, um ein Zersplittern zu verhindern).

Lass doch einfach mal einen Facherrichter zu dir kommen und ein Angebot erstellen, dann hast du einen schönen Überblick, wo die Unterschiede in der Aufmerksamkeit liegen zwischen dem Mann von der kriminaltechn. Beratungsstelle und einem Techniker aus der Praxis. ;o)

Noch ein Tipp zum Schluss: meiner Auffassung nach kann eine Einbruchmeldeanlage nur 'richtig' funktionieren, wenn diese auch an eine (VdS-zertifizierte, da kommt es bei mir wieder durch! *grins*) Notruf- und Serviceleitstelle ('Wachdienst') angeschlossen (= aufgeschaltet) ist, das kostet zwar pro Monat einen gewissen Betrag, aber man kann immer sicher sein, dass ein fachkundiger Jemand auch bei längerer Abwesenheit der Anlagennutzer z.B. wegen Urlaub oder Kur, das Objekt überwacht und ggf. die richtigen Maßnahmen ergreift.
Die vermeintlichen Alternativen (z.B. "Ich lasse die Anlage einfach mein Handy anrufen, das kriege ich dann ja selbst mit") weisen in meinen Augen diverse Mängel auf:
- Funkversorgung Handy unterwegs?
- Mailbox eingeschaltet? Dann empfängt eventuell diese den Alarm und nicht der Handybesitzer!
- Welcher Depp piept mir denn da ins Ohr (wenn man mal drei Jahre lang nichts von seiner Anlage gehört hat), will der mir ein Fax schicken?
- Was tue ich bei einem Alarm, betrete ich selbst todesmutig mein Objekt oder überlasse ich das lieber dem ausgebildeten Personal wie dem 'Wachschutz' oder der Polizei?
Und diese Liste könnte ich fast beliebig fortführen... ;o)

Mein Fazit (na endlich!!! *grins*):
Eine Einbruchmeldeanlage mit möglichst VdS-zertifizierten Geräten/Komponenten und einer Aufschaltung auf ein Wachunternehmen vom Fachmann (der nicht zwingend VdS-zertifiziert) projektieren und errichten lassen und 'nebenbei' auf mechanische Sicherungen setzen und am besten noch im Zuge einer eventuell sowieso fälligen Fenstersanierung einbruchhemmende Verglasungen einsetzen lassen!


So, ich hoffe, meine Seitenschinderei konnte dir weitere Einblicke in die eigentlich sehr interessante Einbruchmeldetechnik (und deren Umfeld) geben und hat nicht eher noch zur Verwirrung beigetragen...
Wenn du weitere Fragen hast, stell sie einfach, dafür sind wir ja da, okay?!

Mit freundlichen Grüßen,
Olli

w889 schrieb:Gemäß Prospekt erfüllen die Indexa Funk-EMA`s ja die „strengen Anforderungen“ der EN 50131 Klasse 2 – was heißt das denn eigentlich genau?

Gemäß letti entspricht ja auch seine Infraschall-EMA der EN 50131 Klasse 2…

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Hintergrund meiner Frage: Ich war die letzten Tage mal bei der kriminaltechnischen Beratungsstelle. Der sehr nette und in meinen (Laien-)Augen auch sehr kompetente Mann, hat sich da ganz klar geäußert, WENN EMA dann unbedingt auf die VDS-A Zertifizierung achten oder das ganze lieber sein lassen…

Keine Haftung für Sach- oder Personenschäden. Die sach- und fachgerechte Umsetzung liegt beim Ausführenden. Alle gängigen Normen und Vorschriften sind zu beachten, sonst siehe Avatar...
Bitte keine technischen Anfragen per Email oder PN stellen, sondern offen im Forum posten, danke!
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28-07-2009, 04:55 PM
Beitrag: #4
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
Vielen Dank für die sehr ausführlichen Rückmeldungen....tolles Forum!

>VdS-zertifizierte Anlagen müssen (eigentlich) auch von ebenso >zertifizierten Fachleuten >errichtet werden - diese VdS-Zulassung ist >personengebunden und kostet den >Firmeninhaber eine Stange Geld >z.B. für die Ausbildung und Prüfung(en) des Personals, >eine weitere >Voraussetzung für die VdS-Zulassung einer Firma (bzw. eines oder >mehrerer Mitarbeiter) ist zum Beispiel ein >Qualitätsmanagementsystem mit Zulassung >nach ISO9001 (oder >9002???, weiß ich gerade nicht genau, sorry), das alleine ja schon >auch nicht gerade günstig zu bekommen ist und auch jedes Jahr >wieder überprüft >wird/werden kann. VdS-Errichter müssen dann >auch im Jahr eine bestimmte Anzahl >VdS-konformer Anlagen >nachweisen, die dann vom VdS auch überprüft werden >können/dürfen, es erfolgt also quasi jedes Jahr eine neue Gesellen- >oder sogar schon >Meisterprüfung (natürlich jedes Mal kostenpflichtig >*g*)...


Das mit dem VdS-zertifizierten Einrichter wird bei mir wohl ausfallen, da ich meine Anlage aus finanziellen Gründen wohl selber montieren werde...und da das dann meine erste EMA wird, gibt’s dafür wohl noch keine VdS-Zertifikat... :-)

Grundsätzlich fühle ich mich schon in der Lage Funk-ÖM richtig zu montieren – aber bei den anderen Komponenten fehlt mir natürlich etwas Erfahrung.... deshalb würde ich mich bei der Installation natürlich gerne an die VdS-Vorschriften halten, leider habe ich da im Netz noch keine „konkreten“ Anweisungen gefunden.

>Allerdings achten wir auch darauf, zum größten Teil Komponenten >einzubauen, die eine >Gerätezulassung des VdS besitzen - die Kosten >dafür hat zuerst mal der Hersteller 'am >Bein' (der gibt >diese 'Mehrkosten' natürlich an uns Errichter weiter), aber so kann >auch >ich sicher sein, dass die Komponenten (z.B. Bewegungsmelder >oder Fensterkontakte) >zumindest schon einmal auf einem scharfen >Prüfstand waren und dadurch die Gefahr >eines Falschalarms deutlich >geringer wird als bei irgendwelchem Baumarktschxxx...!

Das wäre auch genau mein Ansatz...leider gibt es kaum Funk-EMA mit VdS-Zulassung...ich selber kenne nur die Gira, Daitem D-Control und die Telenot-EMA’s ... alles Anlagen die ziemlich teuer sind...deshalb bin ich ja auf die Indexa-EMA gekommen. Die machen auf mich grundsätzlich einen guten Eindruck – insbesondere die Trennung von Zentrale und Bedienteilen.... und da die EN Klassifizierung den VdS-A Vorschriften entspricht, sollte zumindest schon mal die Hardware ohne Fehlalarme laufen....

>Es sollte also bei der Projektierung (durch Fachleute, keine >Heimwerker bitte!) an >einem Objekt immer ein Gesamtbild entworfen >werden, das aus einer >Einbruchmeldeanlage, mechanischen >Sicherungen wie z.B. Gitter, den sogenannten >Pilzkopfverriegelungen >oder wenigstens abschließbaren Fenstergriffen und >entsprechender >einbruchhemmender Verglasung bestehen sollte. Letztere wird >andläufig auch ganz gerne mal als 'Panzerglas' bezeichnet, >fachgemäßer jedoch als >A1- Verglasung' (= >Widerstandsklassifizierung A1) oder auch einfacher als VSG (= >Verbundsicherheitsglas, besteht wie die Frontscheiben in Autos aus >zwei Glasscheiben >mit einer einlaminierten stabilen Folie dazwischen, >um ein Zersplittern zu verhindern).

Mechanische Sicherungen sind bei mir soweit vorhanden... aber ist die Projektierung einer Funk-EMA wirklich so kompliziert, dass das nur ein Fachmann machen kann?

Auf was hätte ich da insbesondere zu achten? Was sind denn so typische „Handwerker-Anfänger-Fehler“?

Meine Idee wäre einfach alle Fenster und Türen mit Öffnungsmeldern zu versehen und zusätzlich (nach den Ausführungen hier im Forum:akustische) GBM zu verbauen.... auch Bewegungsmelder würde ich verzichten (wegen dem Hund)....


>Lass doch einfach mal einen Facherrichter zu dir kommen und ein >Angebot erstellen, >dann hast du einen schönen Überblick, wo die >Unterschiede in der Aufmerksamkeit >liegen zwischen dem Mann von >der kriminaltechn. Beratungsstelle und einem Techniker >aus der >Praxis. ;o)

Habe ich schon mal gemacht...die meisten empfehlen immer sofort Daitem Anlagen...die Gewinnspanne bei diesen Anlagen muß enorm sein. Lustig ist dann immer die Frage „Warum?“....die Antworten sind dann meist sehr enttäuschend....“die sind eben einfach nur gut!“....wenn ich dann Frage: Wo ist der Unterschied zu einer Indexa-Anlage? Antwort: Das ist billiger „Baumarkt“-Mist, eigentlich kann man das nicht EMA nennen. Frage: Warum? Antwort: Ähhh....und dann folgt allgemeines bla, bla...

>Mein Fazit (na endlich!!! *grins*):
>Eine Einbruchmeldeanlage mit möglichst VdS-zertifizierten >Geräten/Komponenten und >einer Aufschaltung auf ein >Wachunternehmen vom Fachmann (der nicht zwingend VdS->zertifiziert) projektieren und errichten lassen und 'nebenbei' auf >mechanische >Sicherungen setzen und am besten noch im Zuge einer >eventuell sowieso fälligen >Fenstersanierung einbruchhemmende >Verglasungen einsetzen lassen!

Das wäre dann auch meine Idee....die Frage ist eben nur, nehme ich eine Indexa-Anlage oder gibt es da noch Alternativ-Systeme, die ich auch mal bedenken sollte?

>So, ich hoffe, meine Seitenschinderei konnte dir weitere Einblicke in >die eigentlich sehr >interessante Einbruchmeldetechnik (und deren >Umfeld) geben und hat nicht eher noch >zur Verwirrung >beigetragen...
>Wenn du weitere Fragen hast, stell sie einfach, dafür sind wir ja da, okay?!

Das ist eine nette Aufforderung, der gerne nachkomme! J

Würde mich freuen wenn der eine oder andere Fachmann vielleicht mein bisheriges Konzept mal kritisch unter die Lupe nehmen würde! Noch ist das ja alles in der Planung und Änderungen kosten kein Geld.....

Meine Idee.....

- Indexa 8000 Zentrale mit GSM-Modul (im Haus versteckt) + Außensirene
- Alle Fenster und Türen bekommen den einbaubaren, unsichtbaren Falzkontakt
- In allen Räumen wird ein akustischer GBM installiert
- Zur Bedienung: ein (oder auch 2) Funkbedienteile und 1 oder 2 Innensirenen
- Nur die Haustüre bekommt eine „verzögerten“ Alarm beim Eintreten, so dass dann der Code am Bedienteil eingegeben werden kann...alle anderen Melder lösen sofortigen Alarm aus

Für Kritik und Anregungen wäre ich wirklich sehr dankbar!!

Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße!
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28-07-2009, 07:52 PM
Beitrag: #5
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
Versuche für die Haustür den zus. Öffnerkontakt vom Bedienteil zu nehmen, dann "weckt" das Öffnen der Tür das Bedienteil aus dem Sleep-Modus!
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28-07-2009, 08:24 PM
Beitrag: #6
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
w889 schrieb:Würde mich freuen wenn der eine oder andere Fachmann vielleicht mein bisheriges Konzept mal kritisch unter die Lupe nehmen würde! Noch ist das ja alles in der Planung und Änderungen kosten kein Geld.....

Meine Idee.....

- Indexa 8000 Zentrale mit GSM-Modul (im Haus versteckt) + Außensirene
- Alle Fenster und Türen bekommen den einbaubaren, unsichtbaren Falzkontakt
- In allen Räumen wird ein akustischer GBM installiert
- Zur Bedienung: ein (oder auch 2) Funkbedienteile und 1 oder 2 Innensirenen
- Nur die Haustüre bekommt eine „verzögerten“ Alarm beim Eintreten, so dass dann der Code am Bedienteil eingegeben werden kann...alle anderen Melder lösen sofortigen Alarm aus

Für Kritik und Anregungen wäre ich wirklich sehr dankbar!!

Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße!

Hallo w889
Mit diesem Konzept kann man eigentlich nichts falsch machen. Zwei Punkte fallen mir dazu ein:
1. Bitte als Außenmelder die drahtgebundene Alarmierung verwenden (Sabotageüberwachung).
2. GSM Alarmierung ist toll, aber zu wem? und was dann? und vor allem wer? Nach meiner Ansicht ist die GSM Alarmierung als zusätzliches Mittel gut geeignet. Primär sollte immer eine professionelle Interventionsstelle verwendet werden... ist natürlich auch eine Preisfrage, so 20.- bis 30€ sind dann monatlich schnell weg.

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28-07-2009, 09:30 PM
Beitrag: #7
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
Wersch schrieb:
w889 schrieb:Würde mich freuen wenn der eine oder andere Fachmann vielleicht mein bisheriges Konzept mal kritisch unter die Lupe nehmen würde! Noch ist das ja alles in der Planung und Änderungen kosten kein Geld.....

Meine Idee.....

- Indexa 8000 Zentrale mit GSM-Modul (im Haus versteckt) + Außensirene
- Alle Fenster und Türen bekommen den einbaubaren, unsichtbaren Falzkontakt
- In allen Räumen wird ein akustischer GBM installiert
- Zur Bedienung: ein (oder auch 2) Funkbedienteile und 1 oder 2 Innensirenen
- Nur die Haustüre bekommt eine „verzögerten“ Alarm beim Eintreten, so dass dann der Code am Bedienteil eingegeben werden kann...alle anderen Melder lösen sofortigen Alarm aus

Für Kritik und Anregungen wäre ich wirklich sehr dankbar!!

Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße!

Hallo w889
Mit diesem Konzept kann man eigentlich nichts falsch machen. Zwei Punkte fallen mir dazu ein:
1. Bitte als Außenmelder die drahtgebundene Alarmierung verwenden (Sabotageüberwachung).
2. GSM Alarmierung ist toll, aber zu wem? und was dann? und vor allem wer? Nach meiner Ansicht ist die GSM Alarmierung als zusätzliches Mittel gut geeignet. Primär sollte immer eine professionelle Interventionsstelle verwendet werden... ist natürlich auch eine Preisfrage, so 20.- bis 30€ sind dann monatlich schnell weg.

Sehr gute Ansätze w889, du hast dir ja wirklich schon schön Gedanken gemacht, klingt schon mal sehr gut!
Wersch hat mir schon zwei Punkte 'geklaut' Tongue, aber ich hätte da noch einen Dritten (den du aber auch schon angedacht hattest):
Nimm zwei Bedienteile - eines an der Haustür für das normale Scharf-/Unscharfschalten und das Zweite im Schlafzimmer, da ich es ziemlich zweckfrei finde, im Falle eines Alarmes erst durchs ganze Haus zum Bedienteil an der Haustür laufen zu müssen, um zu schauen, wo mir ein eventueller Einbrecher eins auf die Mütze haut.. ;o)
Im Zweifelsfall schnappe ich mir sowieso nur meine Kinder und ziehe mich bei verschlossener Tür ins Schlafzimmer zurück und warte, bis die Polizei bzw. der Alarmverfolger des Wachdienstes da ist und sagt, die Bude ist (wieder) frei begehbar... Da bin ich ja mal komplett ein Mädchen und überlasse das den Jungs, die dafür (allerdings mehr schlecht als recht) bezahlt werden! Rolleyes

Ach ja, ein vierter Punkt noch:
Denkst du bitte auch an Rauch(warn)melder, sofern noch keine vorhanden sein sollten? Du kannst die ja problemlos in das Indexasystem integrieren, so bekommst du auch über die Bedienteile angezeigt, wo im Haus etwas 'faul' ist und kannst auch die dann vorhandenen Sirenen ansteuern lassen, um die Bewohner im Ernstfall zu wecken, bei den 'billigen' Batteriemeldern finde ich die eingebaute Tröte etwas mager, zumal so ein Melder ja z.B. auch im Keller im Hobbyraum usw. hängen sollte. Mach mal drei Türen zu und sei ein Stockwerk höher, dann hörst du da nämlich leider nichts mehr von, bis der Melder wieder ruhig geworden ist (weil von der Decke getropft *grins*).
Ich weiß ja nicht, wo genau du wohnst, aber in einigen Bundesländern sind die bereits oder zumindest ab kommenden Jahr vorgeschrieben, schau mal in die für dich zuständige Landesbauordnung (einfach mal danach googlen)! Die LBO schreiben zwar nur die Minimalversion vor, also Schlafräume und Fluchtwege, aber sinnvoll ist m.E. nach die Absicherung aller Räume (also auch oder gerade in dem besagten Hobbyraum, Abstellkammern, Dachboden, Heizungsraum usw.) im Haus, ausgenommen Küche und Bad (weil Wasserdampf jeden optischen Rauchmelder nahezu sofort zum Auslösen bringt!)!

Ob du nun eine oder zwei Innensirenen einsetzt, hängt natürlich vom Objekt ab... Die Dinger haben für mich eigentlich eh nur zwei Daseinsgründe: 1.) Bewohner wecken im Alarmfall (Feuer) und 2.) einem potentiellen Eindringling den Aufenthalt zur Hölle machen... *grins*

Und auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gelyncht werde: von akustischen Glasbruchmeldern halte ich mal gar nichts! Ich habe die Dinger zwar noch nie eingesetzt (eben wegen meiner Vorbehalte), aber ich traue nur den aufgeklebten Glasbruchsensoren oder dem bekannten 'Alarmglas' (das mit der Draht-'Spinne' im Glas, die es inzwischen auch unsichtbar im Falz gibt). Klar ist das teurer und aufwändiger, aber 'da weiß man, was man hat'... Möge man mich eines Besseren belehren, wenn die Dinger wirklich vernünftig funktionieren sollten! ;o)

Liebe Grüße,
Olli

Keine Haftung für Sach- oder Personenschäden. Die sach- und fachgerechte Umsetzung liegt beim Ausführenden. Alle gängigen Normen und Vorschriften sind zu beachten, sonst siehe Avatar...
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29-07-2009, 07:18 AM
Beitrag: #8
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
@Toxx:

>Versuche für die Haustür den zus. Öffnerkontakt vom Bedienteil zu nehmen, dann >"weckt" das Öffnen der Tür das Bedienteil aus dem Sleep-Modus!

Guter Hinweis! Leider ist das bei mir nicht so ohne weiteres möglich. Gibt es denn eine Möglichkeit das Funkbedienteil auch durch einen Magnet-Funk-Kontakt aus dem Sleep-Modus zu holen oder müsste ich dann jedes Mal vor der Code-Eingabe erst das Bedienteil aktivieren?

Wie schaut es aus, wenn man das Bedienteil mit einem Netzgerät betreibt – kann man dann evt. ganz auf den Sleep-Modus verzichten?

@Wersch

1. Bitte als Außenmelder die drahtgebundene Alarmierung verwenden >(Sabotageüberwachung).

Eigentlich wollte ich die komplett drahtlose System 8000-Außensirene nehmen – zumindest gemäß Prospekt hat die auch eine Sabotageüberwachung. Was mich natürlich stark interessieren würde, welchen Außensirene würdest Du denn empfehlen? Vom Installationsaufwand ist so eine drahtlose Sache ja schon sehr reizvoll...

2. GSM Alarmierung ist toll, aber zu wem? und was dann? und vor allem wer? Nach meiner Ansicht ist die GSM Alarmierung als zusätzliches Mittel gut geeignet. Primär sollte immer eine professionelle Interventionsstelle verwendet werden... ist natürlich auch eine Preisfrage, so 20.- bis 30€ sind dann monatlich schnell weg.

Das ist dann auch mein Plan…nach Installation würde ich die Meldungen aber erstmal auf mein Handy laufen lassen um zu schauen, ob die Anlage wirklich fehlalarmfrei läuft (in der Zeit würde ich dann auch die Außensirene deaktivieren).

@Ollik

Nimm zwei Bedienteile - eines an der Haustür für das normale Scharf-/Unscharfschalten und das Zweite im Schlafzimmer, da ich es ziemlich zweckfrei finde, im Falle eines Alarmes erst durchs ganze Haus zum Bedienteil an der Haustür laufen zu müssen, um zu schauen, wo mir ein eventueller Einbrecher eins auf die Mütze haut.. ;o)

Guter Tipp – werde ich dann wohl so machen…. auch das Thema "Rauchmelder" werde ich dann so aufnehmen....

Und auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gelyncht werde: von akustischen Glasbruchmeldern halte ich mal gar nichts! Ich habe die Dinger zwar noch nie eingesetzt (eben wegen meiner Vorbehalte), aber ich traue nur den aufgeklebten Glasbruchsensoren oder dem bekannten 'Alarmglas' (das mit der Draht-'Spinne' im Glas, die es inzwischen auch unsichtbar im Falz gibt). Klar ist das teurer und aufwändiger, aber 'da weiß man, was man hat'... Möge man mich eines Besseren belehren, wenn die Dinger wirklich vernünftig funktionieren sollten! ;o)

Jetzt wird haarig…weil das dann mein ganzes Konzept mehr oder minder über den Haufen schmeißt. Wenn ich GBM aufkleben möchte, kann ich ja auch nicht mehr die „Falzmelder“ verwenden, sondern muß auf die „normalen Öffnungsmelder“ umsteigen, da ja nur diese einen entsprechenden Eingang haben. Welche GBM zum aufkleben würdest Du denn da konkret empfehlen?

Das mit der „Draht-Spinne“ hört sich auch nicht schlecht an … kann man denn so was zu „vernünftigen“ Konditionen überhaupt nachrüsten oder muß man dann gleich die ganzen Scheiben austauschen? Wie funktionieren denn diese „Draht-Spinnen“ grundsätzlich? Brauchen die eine Versorungsspannung oder lassen die sich problemlos in eine Funk-EMA integrieren?

Vielen an alle für die wertvollen Hinweise und einen schönen Tag!
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29-07-2009, 08:40 PM
Beitrag: #9
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
w889 schrieb:@Ollik
[...]aber ich traue nur den aufgeklebten Glasbruchsensoren oder dem bekannten 'Alarmglas' (das mit der Draht-'Spinne' im Glas, die es inzwischen auch unsichtbar im Falz gibt). Klar ist das teurer und aufwändiger, aber 'da weiß man, was man hat'... [...]

Jetzt wird haarig…weil das dann mein ganzes Konzept mehr oder minder über den Haufen schmeißt. Wenn ich GBM aufkleben möchte, kann ich ja auch nicht mehr die „Falzmelder“ verwenden, sondern muß auf die „normalen Öffnungsmelder“ umsteigen, da ja nur diese einen entsprechenden Eingang haben. Welche GBM zum aufkleben würdest Du denn da konkret empfehlen?
Upps, jetzt bin ich aufgelaufen, weil ich die Indexa-Kisten nicht kenne und daher auch nicht wusste, dass die Klebedinger nicht an die Falzkontakte anzuschließen sind *grins*
Was die Klebesensoren betrifft, da kannst du eigentlich alle Hersteller kaufen, sobald die ne VdS-Gerätezulassung haben, sollten damit keine Probleme auftauchen! Kannst du also ruhig vom Preis abhängig machen.
Tja, jetzt hast du die schwere Entscheidung am Hacken, ob du dir die Fenster optisch 'verunstaltest', indem du die 'normalen' Öffnungsmelder nimmst und die verdrahteten GB-Sensoren dranfriemelst oder doch bei den akustischen Meldern bleiben möchtest... Nochmals ganz deutlich: ich habe bisher keine (schlechten) Erfahrungen mit den Akustischen gemacht, das liegt aber eben daran, dass ich die noch nie eingebaut habe! Hier solltest du dich dann doch lieber auf die Erfahrungen der anderen Mitglieder verlassen. Wenn die Anderen keine Bedenken haben, bleib bei deinem Ursprungsplan...

w889 schrieb:Das mit der „Draht-Spinne“ hört sich auch nicht schlecht an … kann man denn so was zu „vernünftigen“ Konditionen überhaupt nachrüsten oder muß man dann gleich die ganzen Scheiben austauschen? Wie funktionieren denn diese „Draht-Spinnen“ grundsätzlich? Brauchen die eine Versorungsspannung oder lassen die sich problemlos in eine Funk-EMA integrieren?

Tja, du musst leider die kompletten Scheiben ersetzen, da diese 'Alarmspinnen' nur auf/in ESG= Einscheibensicherheitsglas (kennt man von Autoheck- oder Seitenscheiben, das zerbröselt richtig, wenn etwas einschlägt) richtig funktionieren können - im Prinzip sind diese Spinnen ein einfacher Alarmdraht mit mehreren Metern Länge (wenn man sie dann lang ziehen würde/könnte), der bei Unterbrechung die Linie aktiviert. http://de.wikipedia.org/wiki/Alarmspinne
Problem hierbei ist halt der relativ hohe Preis, da jede Scheibe mit Spinne extra im Werk gefertigt werden muss und sich auch nicht 'mal kurz vor Ort' nachbearbeiten lassen - lohnt sich dadurch wohl nicht bei einer Nachrüstung, sondern wohl nur bei einem Neubau oder einer Grundsanierung, bei der die Fenster eh ersetzt werden sollen!

Nächste Option: verzichte komplett auf Glasbruchmelder und lasse dir vom eingesparten Geld (wirst aber wohl leider trotzdem nicht um einen Mehrpreis herum kommen) eine einbruchhemmende Verglasung einbauen. So haben wir das Problem bei einer Kundin in Hamburg gelöst - zwar schlecht für unser Geschäft und gut für den Glaser, aber für die Kundin war das eindeutig die bessere Lösung (sie ist richtig ängstlich, die Gute).
Das wäre dann VSG= Verbundsicherheitsglas, wie die Windschutzscheibe im Auto. http://de.wikipedia.org/wiki/Verbund-Sicherheitsglas Es kann aber passieren, dass die Rahmenstärke von alten Fenstern nicht ausreicht, um VSG unterzubringen, weil das Zeug eben durch die zweite Scheibe dicker ist als normales Isolierglas.
Um mal einen Vergleich zu wagen:
normales Isolierglas kommt im Aufbau mit einer (inneren) Scheibe von ca. 4-6mm Stärke daher, dann folgt der (isolierende) Scheibenzwischenraum von ca. 16mm und dann die äußere Scheibe mit wiederum ca. 4-6mm Stärke, macht insgesamt so ca. 24-28mm.
VSG dagegen wirft da mehr ins Rennen, die innere Scheibe (oder die Äußere, je nach lokalen Bedingungen) hat die normalen 4-6mm, dann kommt wieder der SZR mit ca. 16mm und dann die eigentliche Verbundscheibe mit 2x 4-6mm und natürlich der Folie dazwischen, die aber nicht wirklich zu Buche schlägt - macht also so bummelig 28-34mm (in Kombination mit Wärme- und/oder Schallschutz natürlich noch mehr!), da kann ein alter Rahmen schon mal dicke Backen machen - einfach weiter den Falz auffräsen geht ja auch meist nicht, weil noch ein bisschen 'Fleisch' stehenbleiben muss, um das Fenster an sich nicht instabil werden zu lassen!

Die VSG-Version hätte den Vorteil, dass ein Einbruch nahezu sicher verhindert wird (allerdings bekommst du bei Abwesenheit nicht mit, dass jemand versucht hat, einzusteigen), im Gegensatz zu der Glasbruchmelderlösung, bei der du zwar schon über einen Einbruchversuch informiert wirst, den Einbruch an sich aber nicht groß erschwerst oder verhinderst.
Du könntest also überspitzt formuliert in deinem Wohnzimmer am Fenster stehen und mit der Polizei am Telefon in aller Ruhe zuschauen, wie sich der Einbrecher vergeblich abmüht, deine Scheibe zu durchdringen und kannst ihn dabei mal kräftig auslachen... ;o) Wäre dann halt nur blöd, wenn der Typ eine Schusswaffe mit sich führt - beschussfestes Glas ist noch ne ganze Nummer dicker! *grins*

w889 schrieb:Vielen an alle für die wertvollen Hinweise und einen schönen Tag!
Ich wünsche dir auch einen schönen Abend!

MfG, Olli (der ab jetzt mal ein langes Wochenende ohne Internet verbringt)

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30-07-2009, 09:01 AM
Beitrag: #10
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
w889 schrieb:@Toxx:

>Versuche für die Haustür den zus. Öffnerkontakt vom Bedienteil zu nehmen, dann >"weckt" das Öffnen der Tür das Bedienteil aus dem Sleep-Modus!

Guter Hinweis! Leider ist das bei mir nicht so ohne weiteres möglich. Gibt es denn eine Möglichkeit das Funkbedienteil auch durch einen Magnet-Funk-Kontakt aus dem Sleep-Modus zu holen oder müsste ich dann jedes Mal vor der Code-Eingabe erst das Bedienteil aktivieren?

Wie schaut es aus, wenn man das Bedienteil mit einem Netzgerät betreibt – kann man dann evt. ganz auf den Sleep-Modus verzichten?

@Wersch

1. Bitte als Außenmelder die drahtgebundene Alarmierung verwenden >(Sabotageüberwachung).

Eigentlich wollte ich die komplett drahtlose System 8000-Außensirene nehmen – zumindest gemäß Prospekt hat die auch eine Sabotageüberwachung. Was mich natürlich stark interessieren würde, welchen Außensirene würdest Du denn empfehlen? Vom Installationsaufwand ist so eine drahtlose Sache ja schon sehr reizvoll...

2. GSM Alarmierung ist toll, aber zu wem? und was dann? und vor allem wer? Nach meiner Ansicht ist die GSM Alarmierung als zusätzliches Mittel gut geeignet. Primär sollte immer eine professionelle Interventionsstelle verwendet werden... ist natürlich auch eine Preisfrage, so 20.- bis 30€ sind dann monatlich schnell weg.

Das ist dann auch mein Plan…nach Installation würde ich die Meldungen aber erstmal auf mein Handy laufen lassen um zu schauen, ob die Anlage wirklich fehlalarmfrei läuft (in der Zeit würde ich dann auch die Außensirene deaktivieren).

Ich muß mich korrigieren. Sorry es ist mir ein Denkfehler unterlaufen. Ich bin bei meiner Antwort in Gedanken von der 6000 Serie ausgegangen. Bei der 8000er kann natürlich die Funksirene genommen werden.
Noch einmal sorry

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02-08-2009, 12:52 PM
Beitrag: #11
RE: Anforderungen EN 50131 Kl 2. / VDS-A
Zu dem Thema noch anzumerken, das die Oasis-80 mittlerweile von VSÖ und INCERT anerkannt ist:

http://www.jablotron.com/en/section/news...ewsletter/



Grüße

Toxx
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