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Ausgänge eines Funkempfängers schwach? Absicht?
02-12-2016, 15:41
Beitrag: #1
question Ausgänge eines Funkempfängers schwach? Absicht?
Hallo liebe Community! Smile

Ich habe ein Problem mit meiner Interlogix RXI4N8 Empfänger Einheit.
Es handelt sich dabei um einen 8-Kanal Empfänger, an den man zB Bewegungsmelder und Rauchmelder ankoppeln kann. Der Empfänger hat wiederum 8 Ausgänge (plus Ausgänge für Batterie und "Tinker-Alarm"), über welche man dann ein Alarmsystem mit den Infos versorgt.

Ich habe diese Einheit kürzlich bekommen (Vater hat es vor 15 Jahren gekauft und nie genutzt) und möchte sie an einen Raspberry Pi anschließen. Der Raspberry ist aber nicht wirklich das Problem, also bitte noch nicht abschalten. Wink

Es ergaben sich in Folge des Testens des Empfängers nämlich folgendes Problem, von dem ich mir nicht sicher bin, ob es vielleicht sogar Absicht ist, weswegen ich es hier allgemein in Technik frage:

Ich habe die Ausgänge so konfiguriert, dass falls kein Alarm besteht, der Ausgang auf 0V und im Alarmfall auf 12V liegen sollte. Standard wäre umgekehrt, aber da ergibt sich so oder so das selbe Problem.
Versuche ich nun nämlich die Spannung mit einem Multimeter zu messen, reduzieren sich die bei Alarm anliegenden 12V sich innerhalb von Bruchteilen von Sekunden auf 0V, falls ich die Spannung des Ausgangs gegen die Erdung messe! Messe ich durchgehend und löse einen Alarm aus, baut sich sogar gar keine messbare Spannung auf, trotz des sehr hohen Innenwiderstandes des Multimeters.
Das scheint mir unnormal, denn ich erwartete, dass die Spannung auch beim Vermessen entsprechend hoch bleibt.
Ich kann jedoch erkennen, dass das Gerät tatsächlich 12V bzw. die Eingangspannung an den jeweilen Ausgang anlegt, wenn ich den Ausgang nicht gegen Erde, sondern gegen den 12V-Eingang am Gerät vermesse: löst ein Alarm am entsprechenden Ausgang aus, sinkt die Spannung zwischen den beiden Messpunkten auf null, ergo haben sie dann das selbe Potential. Jedoch dauert auch dieser Vorgang erstaunlicherweise ca. 3-4 Sekunden! Ist dieses Verhalten normal oder sind evtl. z.B. die Kondensatoren auf dem Modul bereits zu alt?

Im weiteren Verlauf möchte die an den Ausgängen anliegende Spannung auf 3,3V mittels Spannungsteiler senken, damit ich die Ausgänge direkt an die GPIO pins des Raspberry Pi anschließen kann, welche nur 3,3V vertragen. Dazu habe ich testweise einen Spannungsteiler aus einem 12kOhm und einem 4,7kOhm Widerstand (Metallschichtwiderstände mit 2 Watt Belastungsgrenze) gegen Erde gebaut: Ausgang zu 12kOhm, von dort: ein Draht zum GPIO (bzw. erstmal Multimeter), ein Draht über den 4,7kOhm Widerstand zum "Ground"-Eingang der Einheit. Sobald ich jedoch diesen Spannungsteiler an einen Ausgang anschließe zeigt sich trotz der vergleichsweise hohen Widerstände, welche bei 12V nur einen Stromfluss von etwa 0,7mA zu Erde erlauben, das gleiche Verhalten wie oben beschrieben: der Anschluss zeigt keinerlei messbare Erhöhung der Spannung im Alarmfall.

Hat jemand schon einmal von solch einem Verhalten gehört? Ist es vielleicht sogar absichtlich so? Ich habe mich bereits an den amerikanischen Support gewendet, wurde jedoch an den deutschen Support verwiesen und von dem wiederum wurde mir gesagt, dass man Endkunden nicht helfen "dürfe". :/ Top!

Vielen Dank fürs Lesen und eure Hilfe!! Smile

Viele Grüße
Patrick
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06-12-2016, 11:36
Beitrag: #2
RE: Ausgänge eines Funkempfängers schwach? Absicht?
@PatiB
Kann es sein, dass es sich bei deinen Ausgängen um OpenCollector Ausgänge handelt, wo noch extern der Pull-Up Widerstand anzuschliessen ist?
Hast Du Unterlagen zu dem Gerät und kannst Du einmal schauen, ob irgend etwas diesbzgl. dazu erwähnt wird?
Wenn Du nichts dazu findest, könntest Du ja einmal testhalber einen sehr hohen Widerstand von einer 3V3 Versorgung an einen Ausgang legen und messen, ob der Ausgang dann zwischen 3V3 und 0V schaltet.

mfg
Sektionschef

Abus Terxon SX+SG1800+BW8010+Monacour AS362
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06-12-2016, 23:53
Beitrag: #3
RE: Ausgänge eines Funkempfängers schwach? Absicht?
@Sektionschef:

Erstmal vielen Dank für deine Antwort! Smile

DAS könnte natürlich sein! Wenn ich so drüber nachdenke macht es auch Sinn:
Wenn das System sonst darauf ausgelegt ist, bei keiner Meldung die Ausgänge auf 12V zu haben und es dann bei Alarm auf 0V zu ziehen (dann ist der Widerstand zwischen Ausgang und GND-Terminal auch sehr gering! Habe ich messen können!), könnte es natürlich so sein, dass der entsprechende "Eingang", an den man den Empfänger anschließen soll selbst zB 12V bereitstellt und bei Auslösen des Alarms dann durch den Empfänger auf 0V runtergezogen wird!

Ich habe sogar eine alte Anleitung zum Empfänger. Dort sind vier Anschlussskizzen eingezeichnet, drei beziehen sich allerdings nur direkt auf die entsprechende Alarmzentrale, verraten einem also nicht, wie der Anschluss sich "in freier Wildbahn" verhalten könnte.
Skizze vier ist diesbezüglich allerdings interessant und unterstützt deine These:
Es wird gezeigt, dass man, wenn man an einem Ausgang ein Relais benutzen möchte, den Ausgang über einen mind. 300 Ohm Widerstand durch das Relais mit der 12V-Leitung, die den Empfänger mit Strom versorgt verbinden soll! Das wäre ja genau die Schaltung, die du beschreibst!

Das wäre natürlich genial. Wink
Ich sehe zu, dass ich das mit ein paar (erst möglichst hohen) Widerständen ausprobiere! Melde mich aber so oder so auf jeden Fall zurück, sobald ich es probiert habe! Smile

EDIT: Könnte man nicht vielleicht sogar auch einfach pro Ausgang einen Transistor nutzen? Der Basisstrom ist doch meist EXTREM gering und sollte sogar diese schwachen Ausgänge nicht runterziehen? Und man könnte dann die Collector-Emitter-Strecke nutzen um am Raspberry 3,3V vom 3,3V Pin zu einem GPIO Pin durchzuleiten. Smile
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09-12-2016, 22:03
Beitrag: #4
RE: Ausgänge eines Funkempfängers schwach? Absicht?
So! Es hat tatsächlich GENAU so funktioniert! Smile Mit einem pull-up funktioniert es! Entweder auf die 12V des Versorgungsanschlusses des Empfängers oder eben auch zB auf 3V, die man aus einer anderen Quelle bezieht. Smile

Aller aller besten Dank dir!! Smile
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