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Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
24-07-2017, 13:16
Beitrag: #1
Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Bei den angehangenen Bildern könnt Ihr schön die schon oft von mir angesprochen Auswirkung von höheren Temperaturen auf AGM Akkumulatoren sehen.

Hier noch einmal die Übersicht:

unter 20°C erreichen die Akkumulatoren nicht ihre volle Kapazität
20-25°C fühlen sich die Akkus am wohlsten, 20°C ist dabei ideal
25-30°C Halbierung der Lebensdauer
30-35°C Lebensdauer ca. 1 Jahr
über 35°C maximal 1 Jahr Lebensdauer

Diese Angaben beziehen sich nicht über ein Jahr gesehen, sondern es reichen schon wenige Tage bis ca. 3 Wochen im Jahr um solche Schäden hervorzurufen.

Es macht dabei keinen Unterschied ob nach Eurobat 5-7 oder 10-12 Jahres Akkumulatoren verwendet werden, diese unterscheiden sich meist nur durch eine geringe Anpassung der Säuredichte und oftmals sogar nur durch den verwendeten Aufdruck.

Akkumulatoren misst man im Übrigen nur unter Last, ansonsten kann keine verlässliche Aussagekraft getroffen werden. Sollten sich Akkus verformen oder sich deutlich über Umgebungstemperatur erwärmen, ist der Akku auch bei guten Messergebnissen aus Sicherheitsgründen auszutauschen, da entgegen der Herstellerangaben diese unter Umständen sogar einen Schwelbrand / Brand auslösen können.

Grundsätzlich gilt nach spätestens 4,5 Jahren sollte ein 5-7 Jahres Akku rausfliegen und ein 10-12er nach ca. 8 Jahren, wobei letztere dieses Alter recht selten erreichen, erst ab ca. 55 Ah ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch auch eine höhere Gebrauchsdauer zu erreichen.

Beim Austausch von Akkus sollte immer der neue Akku vor Einbau unter Last gemessen werden, dieser sollte unter Last mindestens 11,5 V besser über 12V für einige Sekunden stabil halten. Tut der Akku dies nicht ist er überlagert oder defekt. Die Lebenserwartung beginnt ab Herstellung und nicht ab Einbau, daher sollten die Akkus nicht Älter als 6-12 Monate bei Einbau sein, ab 6 Monaten muss nachgeladen werden.

Im USV-Bereich setzen wir jedes Jahr zig Tonnen um und beziehen diese aus Sicherheitsgründen immer Auftragsbezogen und frisch. Wird mehr als 1 Akku verwendet ist zwingend darauf zu achten das diese aus einer Fertigungscharge stammen um eine hohe Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Ein Satz von mehreren Akkus kann einen Wechsel von einzelnen Blöcken bis ca. 2,5 Jahre nach Einbau verkraften und so einen Austausch des gesamten Satzes hinauszögern. Wichtig ist hierbei eine Verwendung von Akkus aus der gleichen Charge, da ansonsten durch fließende Ausgleichsströme, unterschiedliche Innenwiderstände sogar der restliche Satz schneller komplett ausfällt. Die Austauschakkus müssen also schon bei Austausch eines kompletten Satzes mitbestellt und über die gesamte Lagerdauer immer wieder nachgeladen werden.

So hier einmal zwei Blöcke aus zwei Sätzen die ich ausgetauscht habe und die gerade einmal 1,5 Jahre im Einsatz waren und schon vor einem Jahr von uns aus Sicherheitsgründen außer Betrieb gesetzt wurden. Ich habe jeweils die Blöcke mit einem Multimeter und einmal mit Multimeter und parallel geschaltetem Lastwiderstand gemessen, damit erkennt man schön wie unterschiedlich die Messungen sind.


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25-07-2017, 08:49
Beitrag: #2
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Find ich toll dass du dir für dieses oft unbeachtete Thema Zeit genommen und hier einen Bericht aus der alltäglichen Praxis eingestellt hast.

Daher ; Daumenhoch und Punkt für dich.Big Grin

Für die Installation und Inbetriebnahme von Terxon Alarmanlagen wird immer noch E-Technische Grundkenntnis und das sorgfältige Lesen des beigefügten Errichterhandbuches vorausgesetzt. .....und diesbezügliche Fragen bitte immer ins Forum und nicht meinen Postkasten anfüllen. DANKE!
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25-07-2017, 19:00
Beitrag: #3
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Und was sollte man machen um dies in Zukunft auszuschließen?

Ich bis so vorgegangen: ( Fachbegriffe habe ich vermieden, sonst blickt keiner mehr durch)



1. guten Akku kaufen
2. den Stromverbrauch ( Last der gesamten Alarmanlage) bei Vollast messen (Strom und Spannung) eine Stunde lang.
3.diesen Stromverbrauch mit 3 bis 4 multiplizieren dann hat man die Kapazität der Batterie.
( Alarmanlage ist für 3 Stunde mit Batteriebetrieb funktionstüchtig)
Und die Batterie wird nicht zu heiß, auf gute Belüftung achten, Batterieboden auf Abstandshalter stellen, um die Kühlfläche zu vergrößern.
4. Nur eine Batterie mit der Kapazität anschließen.
5. Anzeigen ,Instrumente , für Strom und Spannung anschließen, zu Überwachung.
Die Messtechnik kostet heute nichts mehr.
6. Temperaturüberwachung installieren.

7. Auch den Ladestrom wird dann überwacht, darf nicht höher als 1/5 der Kapazität sein.

Kann man nicht vermeiden Akkus parallel anzuschließen so sollte man den die Ströme der einzelnen Akkus immer separat messen können, wegen der Ausgleichsströme die dann auftreten können.

Dann muss man mit die Leistung der Akkus anpassen durch eine Stromregelung, Strombegrenzung.

Wenn zum Beispiel die Alarmanlage 2 Ampere benötigt, so stelle ich die Strombegrenzung bei 2 Akkus , jeder Batterie auf 1,2 Ampere ein.

Hört sich schwierig an, es genügt aber eine Leistungsdiode bei der stärkeren Batterie anzuschließen und schon fällt die Ausgangsspannung an der Diode um 0,7Volt.

Wenn man ein Gewerbe hat, sollte man bei DC/ DC Wandler bei Phönix oder Siemens bleiben, ich kaufe bei Conrad.


Was nützt mir eine Alarmanlage, die mir mein Haus abfackelt, weil die Akkus zu heiß werden, dann ist mir der ehrliche Umverteilungshandwerker lieber .



Die Links sind nur Information , wenn man die berücksichtigt, macht man nichts falsch, mit Akkus.




http://www.elweb.info/projekte/dieterwerner/AKKU1A1.pdf

http://www.iee.tu-clausthal.de/fileadmin..._Laden.pdf

http://www.energie-experten.org/erneuerb...ltung.html


http://www.elektronikpraxis.vogel.de/ana...es/390979/

http://www.ebay.de/itm/Kunststoff-PT100-...SwMedZcfhD



https://www.pedelecforum.de/forum/index....884/page-2



Das mindeste ist, das ich die Temperatur der Akkus mit einem PT 100 und einem Grenzwert bei 40°C, überwache.


Diese Verformungen können nur auftreten, wenn der Akku zu schnell entladen wird.

Copyright bei Dieter Werner und
http://www.elweb.info


Ah Antriebsakku ist der
Entladestrom
60
Ah : 5 Stunden = 12 A.
Vliesakku
Beim
Vliesakku ist die Nennkapazität oft für eine 3stündige Entladung festgelegt. Er kann 3 Stunden
lang 1/3 seiner Nennkapazität als
Entladestrom liefern. Beim 60
Ah
Vliesakku ist der
Entladestrom 60
Ah : 3 Stunden = 20 A.

Wenn ein Ladegerät die Überladung der Akkus nicht erkennt ist es veraltet.

Der Kunststoff verformt sich erst ab 90°C.

Ich bekomme einen Alarm, wenn die Akkus zu warm werden.

Was nützt mir eine Alarmanlage, die mir mein Haus abfackelt, dann ist mir der ehrliche Umverteilungshandwerker lieber .
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25-07-2017, 20:13
Beitrag: #4
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Sorry, jetzt hast du dich komplett disqualifiziert.
Welche Alarmanlage zieht denn bitte im Ruhestrom 2 A?? Ziehst du alle Komponenten aktiv?
Du stellst einige Vorgaben der einschlägigen Vorschriftengeber ad absurdum.
Der Artikel ist für mich gelinde gesagt Käse.

Jede VdS Anlage wird auf eine Notstromzeit von mind. 36 h ausgelegt.

Die BMA, die wir heute übergeben haben, zieht mit 296 Automatischen Meldern, 102 Handmeldern und der Zentralentechnik in Ruhe 1,9 A pro h. Diese ist auf 36 h Notstrom ausgelegt und hat definitiv alle Zulassungen.

Deine Empfehlungen zur Batterieladung erfüllen alle Notstromnetzteile mit Zulassung und die Teile, die im halbwegs qualifizierten Fachhandel erhältlich sind.
Somit triffst du nur die Bastelwastels, die meinen alles besser zu können.
Mit diesem Artikel hast du dich für mein Dafürhalten vollends hineinmanövriert.
Mach einfach weiter, aber verschone den Laien mit solchem Murks. Es gibt super Netzteile für kleines Geld, die bringen selbst den DIYler weiter als deine Tipps.
Eine Alarmanlage für den Hausgebrauch kommt "Normalerweise" mit einem 7,2 Ah Akku übers Wochenende. Ohne dass er durch die "Tiefentladung" und das Aufladen Schäden nimmt.

Erfahrung ist eine nützliche Sache.
Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte. (Goethe)
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26-07-2017, 12:59
Beitrag: #5
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Kann man nicht komische Beiträge die keinen Sinn ergeben entfernen?

Aber dann wollen wir zumindest mal einen Teil davon beantworten Mechaniker:

1. Guten Akku kaufen... und was qualifiziert einen guten Akku? Der aufgedruckte Name vielleicht? Leider nein, denn aus welcher Fabrik der Akku letztendlich stammt erkennst Du nicht und die Fabriken produzieren für so ziemlich jeden "Batteriehersteller".

2. & 3. verstehe ich Deine Ausführungen leider nicht, damit legst Du nur die Gesamtkapazität der Anlage fest und wie hoch die Überbrückungszeit ist, einen Einfluss auf die Lebensdauer der Akkus nimmst Du damit nicht wirklich. Wenn Du die Kapazität zu hoch wählst, dann kann es sogar passieren das der Ladegleichrichter den Akku nicht in adäquater Zeit geladen bekommt.

Bei einer Entladung über 3-4 Stunden wird eine Batterie nicht heiß, ich habe letztlich eine USV mit 160kVA und einem Batteriesatz von 5 Minuten bei Volllast einem Belastungstest unterworfen, sprich nach Einzelprüfung der Akkus die USV im Batteriebetrieb laufen lassen und die sind nicht mal wärmer geworden, auch stehen die im Schrank, mit 10 Batterien pro Etage direkt Gehäuse an Gehäuse und platt auf dem Schrankboden... interessiert die auch nicht.

4. Parallele Akkus erhöhen die Ausfallsicherheit immens, da bei einem defekten Block oder Satz die Autonomie sinkt, aber nicht wie bei Akkus in Reihe gleich alles ausfällt.

5. und was soll das bringen? Da schaust Du ja eh nicht laufend drauf. Vielleicht hätte ich erwähnen sollen das ich bei meinen Einzeltests einen Lastwiderstand mit 2 Ohm verwende... da muss der Akku Leistung bringen, bricht er ein ist er defekt. Einfach Messgeräte für Spannung und Strom da so zwischenzuhängen bringt Dir rein gar nichts.

6. Eine Temperaturüberwachung... kann man machen, aber man kann auch mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Den ganzen Quatsch den Du da raushaust... ganz ehrlich, ich meine Du scheinst ja drauf zu stehen, aber wer will sich schon ein achteckiges U-Boot zu Hause einbauen... und vergiss nicht das solche verwegenen McGyver-Lösungen allesamt keine Zulassung haben.

Und was soll Dir die Temperaturüberwachung auf 40°C bringen? Wenn der Akku ein paar Tage bei 40 °C dümpelt, dann kannst Du den wegschmeißen. Und die Verformungen der Akkus habe ich noch nie wegen zu schneller Entladung gesehen, sondern nur bei zu alten Akkus und bei welchen die zu warm gehalten wurden. Denn bei einer USV hat man keine Entladungen über Stunden, wie bei einer Alarmanlage sondern meist innerhalb weniger Minuten.

Lange Rede, ganz kurzer Sinn:

- Akku Herstellungsdatum sollte nicht älter als 6 Monate sein.
- Vor Einbau Akkus mit Lastwiderstand prüfen, ist die Spannung wie im ersten Beitrag von mir angegeben stabil ist der Akku ok.
- Ladespannung kontrollieren, diese sollte bei AGM Akkus um die 2,25V / Zelle liegen (6 Zellen pro Block)
- einmal jährlich Sicht- und Temperaturprüfung und Messung mit Lastwiderstand (ohne Ladegleichrichter)
- nach 4,5 Jahren den Akku spätestens gegen einen neuen ersetzen
- Akku keinen hohen Temperaturen aussetzen, auch nicht für kurze Zeit

wenn man diese Schritte beherzigt kann eigentlich nichts passieren und das ohne achteckiges U-Boot

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26-07-2017, 18:47
Beitrag: #6
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Bleiben wir doch einmal bei den Fakten.

Diese fotografierten Akkus standen kurz vor der Schmelze , bei der jederzeit ein Brand hätte ausbrechen können.
Der Siedepunkt der 37% Schwefelsäure sind ca. 150 bis 180°C ( Wasser 100 Schwefelsäure 335°C).
Diese Temperaturen wurden , bei den abgebildeten Akkus erreicht, dass sieht man an den Aufblähungen.

Nun nur neue Akkus einbauen und dann hoffen das alles gut geht, na ja.


Zuerst hätte ich das Netzteil geprüft, ob es die Batterie nicht überlädt , wie hoch die Restwelligkeit ist, wie das Ladeverhalten ist.
Da muss man schon einmal einen Linienschreiber, Datenlogger ,Datenrekorder anschließen.
Dann die Ströme , die Spannung und die Temperatur analog messen .
Mit China Ware ist das für 45 € pro Batterie zu machen , Fachhandel 120€.

Von Netzgerät und Batterien.

Außerdem habe ich bei stationären Akkus immer eine Schmelzsicherung eingebaut.


Oder man nimmt eine

Temperatursicherungen 250V 66°C nicht rückstellend für 1€
oder ein
Universalthermostat Einbau -35 bis 35 °C Basetech WPR-35LA für 13€



Und schließt diese dann auch an die Alarmanlage an.
Dann weiß man anhand der Meldefolge warum das Haus abgebrannt ist.

1.Meldung „ Temperatur Batterie größer Maximum"
2. Meldung „Brandmelder Treppenhaus“
3. Meldung „ Brandmelder Wohnzimmer“

Meine Meinung warum die fotografierten Akkus nach 1,5 Jahren so aussehen ist, das Netzgerät schaltet nicht ab und gibt einen zu hohen Wechselstromanteil ab, bei vollständig geladener Batterie.
Da ist ein Kondensator im Netzteil defekt. Hatte ich schon einmal.
Ich bin aber kein Hellseher.
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26-07-2017, 20:00
Beitrag: #7
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Gut, bleiben wir bei den Fakten... Ladegleichrichter in Ordnung. Temperatur im Raum und Sonneneinstrahlung auf Anthrazitfarbenen Batterieschrank...

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27-07-2017, 19:05
Beitrag: #8
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Ich habe heute eine alte Batterie zerlegt.
Gehäuseteile im alten Backofen erwärmt, der Kunststoff wurde bei 90°C elastisch, ab 110°C formbar.
Wie ich schon geschrieben habe;
„Ein Batterie wird nicht zu heiß, wenn man auf gute Belüftung achten, Batterieboden auf Abstandshalter stellt, um die Kühlfläche zu vergrößern.“
Um zu testen, wie das Wärme-ableit-verhalten der Schaltschränke ist, habe wir Schaltschrank-Heizung provisorisch installiert und die Temperaturentwicklung gemessen.
Ein 100X100 X1000mm Kabelkanal als Kamin hat schon eine enorme Wirkung.
Um Meßfühler sicher an einer Batterie zu befestigen gibt es, meine Meinung, nur einen Kleber,
UHU plus endfest 300,

http://www.uhu-profi.de/uploads/tx_ihtda...est300.pdf

der hält locker 180°C aus.
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27-07-2017, 23:15
Beitrag: #9
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Danke Jens für diese Infos!!!
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27-07-2017, 23:49
Beitrag: #10
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Hallo,

(27-07-2017 19:05)Mechaniker schrieb:  Wie ich schon geschrieben habe;
„Ein Batterie wird nicht zu heiß, wenn man auf gute Belüftung achten, Batterieboden auf Abstandshalter stellt, um die Kühlfläche zu vergrößern.“

Auch wenn Du das in der Tageszeitung geschrieben hättest, diese Aussage ist einfach falsch.

Ein Batterie wird heiß, wenn Sie falsch geladen wird, sie einen zu hohen Entladestrom liefern muss oder sie alt ist und damit die Elektroden im Inneren verbraucht oder beschädigt sind.

Da kannst die die Batterie im Freien auf einen 20m hohen Stahlmast
packen. Das hilft nicht.

So einfach ist das.

Recht gebe ich Dir in dem Moment, wo du sie auf die eine oder andere Weise überlastest, dann hilft Dir die Kühlung noch ein paar Tage weiter.


Gruß Tim

Ich habe nicht auf jede Frage die passende Antwort,
aber zu jeder Antwort die passende Frage.
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28-07-2017, 08:39
Beitrag: #11
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Natürlich kann sich ein Akku verformen, wenn er überladen wird, im Backofen steckt, ins Lagerfeuer geworfen wird, bzw. der Ladegleichrichter defekt ist oder einfach nur schlecht (z.B. APC), dann passiert sowas unweigerlich zu einem früheren oder späteren Zeitpuunkt. Auch Stürze können letztendlich dazu führen das der Akku überhitzt und sich verformt. Mein Beitrag bezog sich lediglich auf die "Auswirkungen von Temperaturen auf Akkumulatoren".

Ich habe noch nie erlebt, das ein Akku sich bei Ladung, Ent- und oder Pflege- bzw. zyklischer Ladung auch nur erwärmt. Wenn ein Ladegleichrichter defekt ist, dann muss er raus, was bei USV und EMA in den meisten Fällen der Komplettaustausch der Anlage oder des Moduls bedeutet. Wenn Akkus alt werden, sie Sturzschäden haben, falsch geladen oder vor allen Dingen zu hohen Umgebungstemperaturen ausgesetzt sind, nimmt das Einfluss auf den mechanischen und chemischen Aufbau im Inneren. Das wiederum kann zu übermäßiger Erwärmung und zu solchen Verformungen führen. Der Hauptgrund ist bei mehreren zig Tonnen Akkuumsatz jedes Jahr, definitiv zu 25% das Alter (Kunde wollte noch ein weiteres Jahr riskieren), 74% zu hohe Umgebungstemperaturen und zu knapp 1% schlechte Ladegleichrichter aus billig USV's oder defekte Ladegleichrichter.

Ich baue bei einer staatlichen Einrichtung demnächst auch eine Mini-USV um, um zumindest eine kleine Steigerung der Lebensdauer zu erreichen... Einbauort unklimatisiert, in Stahlschrank in der Zwischendecke, Mini-Einzelblock-USV mit miserablem Gleichrichter, Akkutemperatur rund 33°C gemessen im März, heißt im Sommer noch wärmer. Tauschintervall weniger als 1 Jahr. Wartet man länger geht das Ding nur mit Hammer und Meißel raus. Anlage wird dahingehend umgebaut, das die Anschlussleitungen aus der USV verlängert werden und der Akku in einen separaten Schrank gesetzt werden. Das bringt nicht viel, aber etwas. Fragt mich bitte nicht nach dem Warum, ich würde eine anständige USV da reinsetzen und in eines der Klimatisierten Büros daneben und fertig. Solche komischen Konstellationen kommen dann zustande wenn ein Anbieter von Nottüröffnungen eine Notstromversorgung für eine Sicherheitstür plant, anstatt jemanden zu fragen der sich damit auskennt. Es wird billigste Technik (100€) völlig falsch eingebaut, das kann nicht gutgehen.

Ach und noch ein kleines Beispiel, wir haben vor 3 Jahren ca. 1,5 T Batterien bei einem Kunden aus rund 20 USV Anlagen ausgetauscht, hier wollte man noch 1 Jahr mit dem Austausch warten, vor der nächsten Wartung (ca. 2 Monate vorher) kam es zu einem Ausfall an einer Anlage und so wurden alle Akkus erneuert. Von den 1,5 Tonnen waren einige Akkus schon als recht schwere Rassel zu gebrauchen, keine Verformungen, aber alle sehr warm. Wir hatten diese im Anhänger dann zur Firma gefahren und erst drei Tage später aus diesem ins Lager geräumt. Bei einer Außentemperatur von -2-4 Grad hatten die Akkus nach drei Tagen immer noch eine Temperatur von 20-30°C.

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28-07-2017, 17:30
Beitrag: #12
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Ich habe schon so einige „gekochte“ Akkus gesehen. Wir haben auch Batteriepacks an Gabelstaplern, E Wagen , einige Batterieräume für die Notstromversorgung von Industrieanlagen.
http://www.gabelstaplerbatterie.com/?gcl...0wodPFgFvA
Säure austritt , Knallgas ( Wasserstoff) Explosionen alles schon erlebt.
Deshalb
1. Akkus nie in geschossenen Behältern einbauen oder
2.Immer gut belüften
3.Immer gegen Fremdwärme schützen
4.Gegen Wasser, Regen , Grundwasser und Überschwemmungen sichern, auch der Leitungsbruch von Heizungen und Brauchwasser.
5.frostsicher einbauen ( entladene Batterien frieren ab 0°C kaputt)
6. Batterien überwachen
7.Anlagen so konstruieren, das austretende Batteriesäure nicht in der Elektronik verteilt wird.

Und damit nun jeder Facheinrichter behauptet, das geht nicht, das haben wir noch nie gemacht.
Wir haben bei ganz wichtigen elektronischen Bauteilen Pufferbatterien sogar schon Peltier-Elemente verbaut um eine Überhitzung im Hochsommer bei Ausfall der Klimaanlage zu gewährleisten.

Wenn ich in einem Stahlschrank Batterien kühlen müsste, würde ich die Rückwand mit Peltier-Elemente versehen, die Wärme durch den Stahl ableiten.
Die anderen Flächen des Stahlschrank muss man aber isolieren.
Wenn man den Schrank abgedichtet bekommt , muss man nicht auf Feuchtigkeit achten.
Sonst Silikagel.
Den wenn ein Akku so wie im Foto aussieht, ist die sich in der Nähe befindende Elektronik schon lange defekt.
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28-07-2017, 17:50
Beitrag: #13
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
zu 1. & 2.) kommt auf den Akkutyp an, bei Nasszellen ist eine Zwangsentlüftung vorgeschrieben, bei AGM nicht, da diese praktisch nicht ausgasen.
zu 3.) darauf zielte mein Artikel ab...
zu 4. Wasser sollte sowieso von elektrischen Bauteilen ferngehalten werden
zu 5. entladene AGM-Akkus kannst Du so oder so nach 6 Monaten wegschmeißen, da diese nicht Lagerfähig sind und kaputt gehen.
zu 6. dafür gibt es Wartungen
zu 7. anständige Anlagen sind bereits so konstruiert das da nichts in die Elektronik läuft. Wenn die Akkus aber einen Gehäuseschluss verursachen, dann hast Du eh schlechte Karten, dann kommt es zum Ausfall denn der Minus des Ladegleichrichters hat so gut wie nie Erdpotential.

Und allgemein, ist ja schön was Du an Thesen hier raus haust, aber ohne die Anlage zu kennen haben Deine Aussagen keinen geistigen Nährwert. Und ich habe so langsam auch keine Lust mehr mich Gebetsmühlenartig zu wiederholen. Auf den Bildern siehst Du Akkus die einzig und alleine einem thermischen Schaden auf Grund von zu hoher Umgebungstemperatur erlegen sind. Hat nichts, aber auch rein gar nichts mit der Elektronik zu tun.

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28-07-2017, 19:08
Beitrag: #14
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Im Ausgangstext wird über Austauschzeiten, Verhalten unter Last , Spannungsmessungen und so weiter referiert .
Anstatt zu sagen, dieser Akku ist mit Sicherheit über 75°C bis90°C erwärmt worden.
Dann beginnt erst die Verformung.

Dazu muss man aber die Akkus überwachen um diese Aussage zu machen.

Dafür bauen wir min/ max Thermometer ein.

Deine Ausführungen im Ausgangstext sind genau so verwirrend,

wie wenn, ein PKW besoffen vor die Wand gefahren wird und dann nach Betriebsanweisung der richtige Ölstand und der korrekte Reifendruck geprüft wird.
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28-07-2017, 20:38
Beitrag: #15
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Ah, jetzt verstehe ich wo das Problem liegt. Du hast das völlig falsch verstanden...

Nicht der Akku wurde erwärmt, sondern der Akku ist von innen so heiß geworden. Gründe dafür können die Umgebungstemperatur, defekte Plattenverbinder, chemische Probleme, Sturzschäden und einiges mehr sein, natürlich auch defekte Ladegleichrichter, das ist aber eher sehr selten.

Der gemessene Spitzentemperaturwert, zwischen Blöcken, lag übrigens bei 96,8°C. Diese Akkus wurden an einer USV mit korrekt eingestelltem Ladegleichrichter und in einem klimatisierten Raum betrieben. Hier lag das Problem daran, das der Betreiber diese knapp 9 Jahre im Einsatz hatte. Innerhalb dieser Zeit wir der eine oder andere Akku kaputt gegangen sein, dies wurde natürlich nicht überprüft, da das ausführende Wartungsunternehmen leider keine Ahnung von USV-Anlagen hatte und Wartung durch Handauflegen praktiziert. Die defekten Blöcke können sich übermäßig erhitzen, so das dadurch weitere Blöcke beschädigt werden und das Ganze schön aufkocht.

Die Geschichte mit dem Knallgas hast Du übrigens bei Nasszellen, bei AGM habe ich bisher nur geplatzte und ausgelaufene, sowie verformte Kameraden gehabt. Der eine oder andere Schwelbrand,
Gehäuseschluss und dadurch ins Blech geschweißte Löcher, da hatte ich auch schon einmal ein Foto hier gepostet.

Nur weil auf den Akkus draufsteht Wartungsfrei, bedeutet es nicht das diese nicht geprüft werden sollen, sondern lediglich, das hier nicht mit der Gießkanne aufgefüllt werden muss.

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30-07-2017, 10:52
Beitrag: #16
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Gut, bleiben wir bei den Fakten... Ladegleichrichter in Ordnung. Temperatur im Raum und Sonneneinstrahlung auf anthrazitfarbenen Batterieschrank...

[[u]u]Das war ein Planungsfehler [/u][/u]

Ich baue bei einer staatlichen Einrichtung demnächst auch eine Mini-USV um, um zumindest eine kleine Steigerung der Lebensdauer zu erreichen... Einbauort unklimatisiert, in Stahlschrank in der Zwischendecke, Mini-Einzelblock-USV mit miserablem Gleichrichter, Akkutemperatur rund 33°C gemessen im März, heißt im Sommer noch wärmer. Tauschintervall weniger als 1 Jahr. Wartet man länger geht das Ding nur mit Hammer und Meißel raus. Anlage wird dahingehend umgebaut, das die Anschlussleitungen aus der USV verlängert werden und der Akku in einen separaten Schrank gesetzt werden.
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[u][[u]b]Da würde ich einmal beim Bauordnungsamt Fachbereich Brandschutz vorstellig werden, dazu sind die da.Die sind wieder zuständig, wenn durch Umbaumaßnahmen der Brandschutz tangiert wird. Ich habe immer Gutachter von TÜV genommen, die legen die Baustelle nicht sofort still, sondern lassen die Arbeiten, unter Auflagen, weiter laufen[/b]
[/u][/u]

Die Geschichte mit dem Knallgas hast Du übrigens bei Nasszellen, bei AGM habe ich bisher nur geplatzte und ausgelaufene, sowie verformte Kameraden gehabt. Der eine oder andere Schwelbrand,

[u]Das habe ich auch geglaubt, bis sich ein Rauchgas Analyse -Meßschrank zerlegt hat,
ich bin sicher, das durch den Transport dieser Akku beschädigt wurde.
[/u]
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30-07-2017, 12:14
Beitrag: #17
RE: Auswirkung von Temperaturen auf Akkumulatoren
Leider liegen Theorie und Praxis auch hier weit auseinander... Du glaubst doch nicht, das sich jemand die Mühe macht wegen einer 100€ USV-Krankheit solch einen Aufwand zu treiben. Alleine schon das jemand sich freiwillig solche Minibrandbeschleuniger dort einbaut ist schon krank, aber naja... übrigens die wurde von einer Firma dort eingesetzt die Brandschutztüren mit Notöffnung einbaut und die soll die Notöffnung bei Stromausfall garantieren... hust... wie dem auch sein, man kann nur versuchen vieles zu verbessern, aber letztendlich muss der Kunde die Entscheidung treffen ob er überhaupt eine garantierte und sichere Funktion haben möchte. Leider werden in 90% der Fälle nur Zahlen mit € dahinter verglichen, Folgekosten außer acht gelassen und Gefahren ignoriert. Und als kleiner Tipp, selbst bei gravierenden Brandschutzmängeln hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus.

Ich bin verpflichtet auf solche Gefahren hinzuweisen, dem komme ich mündlich und schriftlich nach (Bericht und Verweis in der Rechnung auf diesen), das dient in erster Linie dem Eigenschutz und auf das was dann geschieht habe ich keinen Einfluss mehr.

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