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Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
18-07-2018, 01:19
Beitrag: #1
question Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
Hallo!

Bei einer Kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL) kann es bekanntlich zu erheblichen Temperaturunterschieden zwischen der Zuluft und der Raumluft kommen.

Die Lösung erscheint zunächst offensichtlich: Dual-Bewegungsmelder!

Allerdings hatte ich es so verstanden, dass der PIR die primäre Überwachung darstellt und bei Bedarf die mikrowellenbasiert Überwachung hinzuschaltet.

Führt das nicht zu einer häufigen bzw. potentiell stetigen Aktivierung der Mikrowellenüberwachung und belastet die Batterie deutlich mehr (z.B. <= 1x pro Jahr Batteriewechel)?
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19-07-2018, 11:39
Beitrag: #2
RE: Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
Also ich denke das Risiko, dass das PIR Element auf Grund der Lüftung ausgelöst wird ist so groß nicht (fach- und sachgerechte Montage vorausgesetzt). Auf der einen Seite, sind die Temperaturunterschiede nicht so groß, da diese Anlagen über Wärmetauscher die Zuluft vorwärmen. Bei zentralen Anlagen wir die vorgewärmte Luft ja dann auch noch bis zum Luftauslass durch die beheizte Fläche geführt. Die Austrittstemperatur weicht daher nicht erheblich von der der Raumluft ab. Im Raum vermengt sich die Luft schnell. Zum Anderen fahren diese Lüftungen je nach Planung und Rahmenbedingungen meist (vor allem im Regelbetrieb) mit recht geringen Luftwechselraten. 0,5 wird da als Mindestwert oft gesehen und auch verwendet, manchmal aber auch weniger. Bestandsbauten in den 70ern hatten von Hause aus 3-7!!!! auf Grund der undichten Gebäudehülle. Die kontrollierte Lüftung ersetzt ja quasi nur den nutzerunabhängigen Luftwechsel durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle, die damals bestanden. Die Strömungsgeschwindigkeit ist also wirklich sehr niedrig.

Kurz gesagt: in älteren Objekten hast Du permanent einen höheren Luftwechsel und da wird die Luft nicht vorgewärmt.

Hier mein Tipp: Wenn die Lüftung erst noch erstellt wird, würde ich die etwas üppiger vorsehen, als manche Experten raten, damit man die im Bedarfsfalle auch mal höher fahren kann.


Also wir hatten bei uns 3 Jahre lang auch reine PIR Melder. Die haben kein einziges Mal ausgelöst wegen Wohnraumlüftung.


Unabhängig davon: Wenn sich (z.B. im Wohnzimmer) täglich 3-4 Stunden jemand in dem betreffenden Raum bzw. Überwachungsbereich aufhält und bewegt wird es sicher trotz Schlafmodus zwischen den Aktivierungen täglich zu 50 bis 100 Aktivierungen von PIR und MW kommen (die Dinger sind in der Regel ja auch bei unscharf aktiv). Ob dann alle paar Wochen/Monate auch mal eine PIR-Auslösung dazukommt, die durch die Lüftung verursacht ist, wird sich im Energieverbrauch bzw. der Batteriestandzeit in meinen Augen nicht bemerkbar machen.


Direkt neben einen Luftauslass / Absaugung sollte man die Teile dennoch nicht hängen.
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19-07-2018, 22:23
Beitrag: #3
RE: Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
In meinem Fall hat die KWL einen stufenlosen Bypass. Wenn es im Haus zu warm ist und es draußen stark abkühlt wird der Wärmetauscher umgangen und die Temperaturdifferenzen ist nicht selten um die 8-9 Grad.

Im Winter ist die Differenz auch schon mal 2-3 Grad. Ich weiß ehrlichgesagt nicht, welche Größenordnung bei Bewegungsmeldern eine Rolle spielt.

Ich müsste erst nochmal die Unterlagen rausholen, aber ich glaube der Luftwechsel liegt bei uns tatsächlich zwischen 0,5 und 0,8 pro Stunde. Somit stimmt es, dass die Strömungsgeschwindigkeit auf das Gesamtvolumen betrachtet nicht so hoch ist. Allerdings pustet es subjektiv aus den einzelnen Luftdurchlässen schon manchmal ordentlich raus.

Die Luftauslässe befinden sich mittig vor den Fenstern. Die Bewegungsmelder hätte ich gerne immer auf der Fensterseite in eine Ecke montiert, damit sie nicht auf die Fenster gerichtet sind, die Fenster aber dennoch bestmöglich überwachen. Der Abstand zwischen Bewegungsmelder und Luftauslass wäre ~1,50m.

Das es Überwachugnstechnisch keinen Unteschied zwischen Scharf- und Unscharfschaltung macht, wusste ich nicht. Ich bin bei einer bi-direktionalen Verbindung davon ausgegangen, dass es zwecks Energieeinsparung im unscharfen Modus zu keiner Überwachung kommt. Bis auf Sabotage- und Abdecküberwachung natürlich. So gesehen spielt die KWL vermutlich tatsächlich keine Rolle.
Vielen Dank für diesen Hinweis!
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20-07-2018, 07:57
Beitrag: #4
RE: Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
An den Fenstern hast du aber Magnetkontakte oder?
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20-07-2018, 14:03
Beitrag: #5
RE: Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
Ja, bis auf die Dachflächenfenster - da muss ich mir noch etwas überlegen :\
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21-07-2018, 11:55
Beitrag: #6
RE: Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
Mir ist nun nicht ganz klar, ob es hier um Selbstbau oder Bau durch einen Errichter geht.
Im zweiten Fall sollte man die Beurteilung dem Errichter überlassen. Er haftet dafür, daß es ordentlich funktioniert.


Im Falle von Selbstbau:
- Grundsätzlich können DUAL-Melder Probleme lösen, falls es aufgrund von Luftbewegungen zu Täuschungsalarmen kommt
- wie lange die Batterien halten, ist natürlich massgeblich vom gewählten Produkt abhängig. Eine pauschale Aussage, daß DUAL-Melder mehr Strom verbrauchen, ist nicht zwingend richtig
- vermutlich reichen normale Melder bei der KWL, aber das Risiko trägt der Selbstbauer nun mal selbst (heist ja auch"Selbst"-bauer)
- die meisten DUAL-Melder sind mit einem logischen UND verknüpft

Hoffe, das hilft weiter.

Dipl. Ing. Stefan Brandt, Oberhausen, info@heimtek.de, www.heimtek.de
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22-07-2018, 02:26
Beitrag: #7
RE: Effizienz von Funk-Dual-Bewegungsmelder bei Kontrollierter Wohnraumlüftung
Vielen Dank für Deine Antwort!

Mir ist das Risiko der potentiellen Temperaturdifferenzen durch Luftbewegungen, so wie der technischen Hintergrund, bzw. Vorteil, eines Dual-Melders durchaus bewusst.

Zitat:- Grundsätzlich können DUAL-Melder Probleme lösen, falls es aufgrund von Luftbewegungen zu Täuschungsalarmen kommt
Ja, genau! Daher habe ich diese Form der Melder in Betracht gezogen.

Zitat:- wie lange die Batterien halten, ist natürlich massgeblich vom gewählten Produkt abhängig. Eine pauschale Aussage, daß DUAL-Melder mehr Strom verbrauchen, ist nicht zwingend richtig
Das sehe ich natürlich ebenfalls genauso. Die eigentliche Frage war, führen die potentiell häufigeren Temperaturunterschiede durch kreuzenden Luftauslässe zu einem deutlich höherem Energieverbrauch?

Zitat:- vermutlich reichen normale Melder bei der KWL, aber das Risiko trägt der Selbstbauer nun mal selbst (heist ja auch"Selbst"-bauer)
Normale Melder könnten tatsächlich reichen.
Imho trägt das Risiko immer der Eigentümer. Sollte irgend ein "Depp" die Anlage "errichten", ändert das an der Wahrnehmung der Nachbarschaft/Familie/Eigentümer auch nichts - Haftung hin oder her Wink

Zitat:- die meisten DUAL-Melder sind mit einem logischen UND verknüpft
Ja, genau. Eine Exklusiv-ODER-Verknüpfung würde vermutlich ziemlich sinnfrei sein Big Grin. Eine ODER-Verknüfung würde eine stetige Überwachung beider Sensoren voraussetzen und das System potentiell sogar empfindilicher machen.

Hast Du zufällig Erfahrung, was den Unterschied im Energieverbrauch zwischen "normalen" und "dualen" Meldern angeht?
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