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Grundsätzliche Sachen
14-04-2013, 17:58
Beitrag: #1
Grundsätzliche Sachen
Da hier immerwieder die selben Grundlegenden Frage gestellt werden,
soll dieser Artikel die Grundsätzlichen Fragen zur Montage von
Magnet & Riegelschaltkontakten verdeutlichen.

Grundsätzliches
Magnetkontakte dienen der Überwachung von Fenstern und Türen auf öffnen und oder Verschluss.
Riegelschaltkontakte dienen der Überwachung von Türen auf Verschluss, sie werden von dem Mechanischen Schlossriegel betätigt.

Öffnungsüberwachung?
Dieser Kontakt wird verwendet um ein offenes Fenster oder eine offene Tür zu Melden.
Im Scharfen Zustand der Einbruchmeldeanlage löst dieser Kontakt einen Hauptalarm aus.

Montage:
   
Montagebild eines Magnetkontaktes an Fenster und Tür

Der Magnetkontakt sollte das Öffnen des Fensters oder der Tür frühestmöglich melden,
dabei jedoch auch durchaus normale Schwankungen Tolerieren welche sich durch
Temperaturunterschiede ergeben können (bis zu 10mm).
Diese Kontakte sollten möglichst mittig am Element angebracht werden um auch beim
Aushebeln der Bänder sicher zu Funktionieren.
Bei Fenstern sollten Magnetkontakte an der Oberseite montiert werden,
damit ein gekipptes Fenster sicher erkannt und geschlossen werden kann.
Ein an der Unterseite des Fensters montierter Kontakt ist nicht ratsam, da die Gefahr besteht
das Fenster zu "vergessen", ein gekipptes Fenster ist ein Offenes Fenster!!

Es stehen sowohl Einbau als auch Aufbaukontakte zur Verfügung.
Einbaukontakte sind nahezu unsichtbar, die Montage ist jedoch Aufwendiger,
Aufbaukontakte sind einfacher zu montieren aber sind immer sichtbar.
Bei der Montage ist die Verwendung nicht magnetischer Schrauben sehr wichtig,
damit das Magnetfeld nich gestört wird.

Magnetkontakte sind auch mit "Fremdfeldsicherung" erhältlich,
dabei ist das Feld des Magneten genau auf den Kontakt abgestimmt.
Dies erfolgt durch einen 2.in reihe geschalteten REED- Kontakt innerhalb des Magnetkontaktes.

   
Aufbau von Magnetkontakten


Verschlussüberwachung?

Die Verschlussüberwachung dient der Erkennung von nicht VERschlossenen Türen oder Fenstern,
im Scharfen zustand der Einbruchmeldeanlage löst dieser KEINEN Alarm aus,
er Verhindert jedoch das Scharfschalten der Anlage bei nicht
VERschlossenen Fenstern oder Türen.
   
Verschlussüberwachung am Fenster

Am Fenster wird der Magnet mit der Schubstange der Fensterverriegelung gekoppelt,
somit ist sichergestellt das der Kontakt nur geschlossen sein kann wenn das Fenster Verschlossen ist.
Man sollte sich nicht dazu hinreißen lassen den Verschlusskontakt als öffungskontakt zu verwenden,
da die Bandseite ausgehebelt werden könnte,
und damit eine sichere Funktion des Kontaktes nicht gewährleistet ist!

Alternativ zu dieser Variante soll auch die Aufdruckmechanik nicht verschwiegen werden,
diese besteht aus einer Federbelasteten Kunstoffzunge welche das Fenster im unverschlossenem Zustand
soweit aufdrückt das der Öffnungskontakt das geöffnete Fenster Meldet.
Die Aufdruckmechanik ist auch mit zusätzlicher elektrischer Rückmeldung erhältlich.
   
Bild Aufdruckmechanik


Riegelschaltkontakt
Die Montage des Riegelschaltkontaktes erfolgt in der Tasche des Verschlussriegels.(im Türrahmen)
Der Riegelschaltkontakt sollte so mintiert und eingestellt sein das eine Betätigung erst erfolgt
wenn der Verschlussriegel Vollständig ausgefahren ist.
   
Funktionsweise Riegelschaltkontakt


Fortsetzung folgt..... (bei Interesse)

gruss der Elektrickser

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14-04-2013, 19:06
Beitrag: #2
RE: Grundsätzliche Sachen
(14-04-2013 17:58)elektrickser schrieb:  ...Fortsetzung folgt..... (bei Interesse)

Na, das hoffe und glaube ich aber sehr!
Mach uns aber nicht arbeitslos Cool

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14-04-2013, 19:27
Beitrag: #3
RE: Grundsätzliche Sachen
(14-04-2013 19:06)Alarmservice-Hamburg schrieb:  Mach uns aber nicht arbeitslos Cool

Die Klientel die wir bedienen wird sich nicht hierher verirren......Big Grin

gruss der Elektrickser

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14-04-2013, 23:49
Beitrag: #4
RE: Grundsätzliche Sachen
Sauber Elektrickser,

da hast du dir ja mal wieder richtig Mühe gegeben, vielen vielen Dank für die gute Arbeit!!!

VG Olli
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27-09-2013, 04:17
Beitrag: #5
RE: Grundsätzliche Sachen
Den Riegelschaltkontakt, den die Secvest 2 way hat, würde ich nicht nehmen. Hier könnte der Einbrecher durch das Lockpicking das Schloß öffnen und gleichzeitig die Alarmanlage entschärfen. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar gering, daß der Einbrecher Lockpicking Kenntnisse hat, aber durch die hohe Investition des Schaltkontaktes wird hier eine Lücke geöffnet...
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27-09-2013, 08:56
Beitrag: #6
RE: Grundsätzliche Sachen
(27-09-2013 04:17)Schlosser schrieb:  Den Riegelschaltkontakt, den die Secvest 2 way hat, ...
Was meinst Du damit, den Secvest Key? Es gibt keinen Riegelschaltkontakt für die Secvest 2WAY.

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27-09-2013, 18:51
Beitrag: #7
RE: Grundsätzliche Sachen
(27-09-2013 04:17)Schlosser schrieb:  Den Riegelschaltkontakt, den die Secvest 2 way hat, würde ich nicht nehmen. Hier könnte der Einbrecher durch das Lockpicking das Schloß öffnen und gleichzeitig die Alarmanlage entschärfen. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar gering, daß der Einbrecher Lockpicking Kenntnisse hat, aber durch die hohe Investition des Schaltkontaktes wird hier eine Lücke geöffnet...

Ich halte auch nicht Lockpicking für das Problem, sondern eher "Bump-Keys"...

6 Stück reichen um 90% der in D verbreiteten Schließzylinder zu öffnen, die Anwendung geht mit ein bischen Übung relativ leicht, unterläßt kaum Spuren, und die "Bump-Keys" sind relativ einfach zu beschaffen oder zu Kopieren....

Wenn schon Riegelschaltkontakt zu entschärfung, dann mit einem guten Schließzylinder wie den EVVA 3KS, EVVA MCS, BKS Janus, KESO Omega usw.

Die haben dann auch eine Sicherungskarte, so das niemand dem man mal den Schlüssel "leihen" muss (Putzfrau, Handwerker, Nachbarn) davon eine "schwarze" Kopie machen kann.

Weiteres zum Thema Schlösser, Schließzylinder, Lockpicking usw gibts bei http://www.koksa.org
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27-09-2013, 20:04
Beitrag: #8
RE: Grundsätzliche Sachen
Ähhm,

Ein Riegelschaltkontakt schaltet die Anlage weder scharf noch unscharf!!
Sein Zweck dient dazu die Schärfung der Anlage zu verhindern, wenn die Tür nicht verschlossen ist.
Er löst ebenso keinen Alarm aus.
Das nennt man Verschlussüberwachung.

gruss der Elektrickser

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27-09-2013, 20:55
Beitrag: #9
RE: Grundsätzliche Sachen
(27-09-2013 20:04)elektrickser schrieb:  Ähhm,

Ein Riegelschaltkontakt schaltet die Anlage weder scharf noch unscharf!!
Sein Zweck dient dazu die Schärfung der Anlage zu verhindern, wenn die Tür nicht verschlossen ist.
Er löst ebenso keinen Alarm aus.
Das nennt man Verschlussüberwachung.

so kenne ich das auch!

was aber bestimmt niemanden mal irgendwann davon abhalten wird, sich das blockschloß zu sparen und die scharf / unscharfschaltung über das normale schloss zu machen, zb eben über einen riegelschaltkontakt....

da sollte man sich der "gefahren" einfacher schließzylinder bewusst sein!

Das selbe gilt übrigens auch für ein Blockschloss oder Schalteinrichtung, auch hier gehören hochwertige zylinder am besten mit sicherungskarte rein!
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27-09-2013, 21:30
Beitrag: #10
RE: Grundsätzliche Sachen
(27-09-2013 20:55)Toxx schrieb:  ...da sollte man sich der "gefahren" einfacher schließzylinder bewusst sein!

Das selbe gilt übrigens auch für ein Blockschloss oder Schalteinrichtung, auch hier gehören hochwertige zylinder am besten mit sicherungskarte rein!...

Noch etwas besser als ein Blockschloss mit hochwertigem Zylinder ist eine Außentastatur mit Bussystem. Diese kann weder aufgebumpt noch aufgepickt werden. Jeder Sabotageversuch löst höchstens Alarm aus, deaktiviert aber niemals die Alarmanlage.

Aber ich gebe Toxx Recht. Viele Schlüsselschalter oder Blockschlösser mit Standardzylindern passen einfach nicht zu einer Alarmanlage.

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28-09-2013, 15:35
Beitrag: #11
RE: Grundsätzliche Sachen
Oh, so viele Antworten und habe keine Benachrichtigung per mail bekommen...

Ich ging davon aus, daß das elektr. Schloßzylinder mit einem Riegelschaltkontakt versehen ist, wie bei den meisten anderen Alarmanlagen. Sobald der Rigel beim Abschließen ausfährt, drückt er den Schalkontakt nach innen und die Anlage wird aktiviert. Dann arbeitet hier Abus nach einem anderen Prinzip.

Läßt sich bei elektr. Schließzylinder der Zylinder tauschen? Der EVVA 3KS ist gegen Schlagschlüssel immun.

Läßt sich beim Schlüsselschalter ebenfalls der Halbzylinder wechseln?
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28-09-2013, 15:42
Beitrag: #12
RE: Grundsätzliche Sachen
(28-09-2013 15:35)Schlosser schrieb:  ...wie bei den meisten anderen Alarmanlagen. Sobald der Rigel beim Abschließen ausfährt, drückt er den Schalkontakt nach innen und die Anlage wird aktiviert. Dann arbeitet hier Abus nach einem anderen Prinzip.

Wie schon geschrieben ist es nicht erlaubt, einen Riegelschaltkontakt zur Schärfung einer EMA zu verwenden. Ist zumindest bei allen "richtigen" Alarmanlagen so.

(28-09-2013 15:35)Schlosser schrieb:  Läßt sich bei elektr. Schließzylinder der Zylinder tauschen?
Wie meinst du das? Ein elektr. Schließzylinder kann komplett ausgetauscht werden.
Ein guter elektronischer Schließzylinder ist meiner Meinung nach aber sicherer, als die meisten konventionellen Schließzylinder!

(28-09-2013 15:35)Schlosser schrieb:  Läßt sich beim Schlüsselschalter ebenfalls der Halbzylinder wechseln?
Ja, das ist bei den mir bekannten Schlüsselschaltern kein Problem! Auf keinen Fall einen evtl. mitgelieferten "Standardzylinder" für solche Zwecke nutzen.
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28-09-2013, 17:08
Beitrag: #13
RE: Grundsätzliche Sachen
Erlaubt; nicht erlaubt ; Grundsätzliche Sachen;
Ich muß jetzt auch was dazu sagen.

Grundsätzlich kann sich jeder seine Alarmanlage selbst installieren und auch so scharf schalten
wie er es für sich selbst richtig, angenehm oder was weis ich immer auch findet.

Aaaaber; Es gibt auch grundsätzliches an Vorschriften welche einzuhalten sind
wenn man von einer Versicherung etwas will. So Freunde und da ist jetzt der Haken.
Wieso glaubt so mancher das es für diese Tätigkeit eine Zertifizierung gibt? Aus Jux?? Nee.
Diese Personen sind durch ihre Ausbildung entsprechend geschult und auch geprüft Rechtsvorschriften
im Zuge einer Installation und Inbetriebnahme einzuhalten. Ob nun so maches Sinn macht oder nicht ist absolut uninteressant.
Es geht um die Norm alle Anlagen auf einen entsprechend vorgeschriebenen Niveau zu halten. Ebenso werden dadurch im Umkehrschluß
diese Personen bei Fahrlässigkeit im Schadensfall zur Verantwortung gezogen.
Keine Sorge es gibt für alles einen Sachverständigen bei Versicherungen.

Und jetzt sind wir beim Thema wo es ums Geld geht.Tongue
Es soll sich bitte jeder,; der eine Alarmanlage betreibt und auch von seiner Verunsicherung was haben möchte,
sei es eine Reduzierung der Prämie sowie entsprechende Entschädigungen dies schriftlich geben lassen,
dass er seine Alarmanlage selbst installieren darf und keinen zertifizierten Errichter benötigt.
Ebenso sieht es auch mit den Anlagen aus. VDS, VSÖ ? Welcher Typ wird akzeptiert ? Fingerprint ? Aufschaltung Polizei? Wartungsvertrag ? und,und,und
Ansonsten ist das alles ein Heimwerkerprojekt oder Eisenbahnersatz aber die Versicherung zahlt sicher nicht wenn sie selbst in ihren Klauseln entsprechend abgesichert ist.Cool
Den auf diesen Prellbock sind schon einige ungebremst aufgeknalltAngel

Gerät von aussen nicht erreichbar? Mach zuerst einen Portcheck.
http://www.yougetsignal.com/tools/open-ports/
..und Terxonanlagen benötigen immer noch E-Technische Grundkenntnisse zur Installation und Inbetriebnahme.
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28-09-2013, 17:41
Beitrag: #14
RE: Grundsätzliche Sachen
Kleine Ergänzung zu evertech:

Wer gegen Einbruch versichert ist, verliert diesen Schutz natürlich nicht dadurch, dass er sich selbst eine Einbruchmeldeanlage installiert. Das für alle, die jetzt eben Angst bekommen haben.

Andererseits wird es kaum eine Versicherung geben, die wegen Vorhandensein einer selbst installierten Einbruchmeldeanlage die Versicherungsprämie absenkt. Dazu müsste sichergestellt sein, dass das Risiko der Versicherung auch tatsächlich durch die Anlage deutlich geringer ist.
Hier greifen jetzt die Vorgaben des VdS. Eine Anlage, die aus VdS Komponenten eines Herstellers von einem VdS zertifizierten Errichter installiert wurde, kann tatsächlich die Versicherungsprämie reduzieren, wenn alles gemäß VdS installiert wurde.
ABER: Das was man an Versicherungsprämie einspart, zahlt man mehrfach für die dann vorgeschriebenen Wartungen, die vertraglich vereinbart werden müssen und natürlich verlangt ein VdS Errichterbetrieb für die Montage mehr, als ein nicht zertifizierter Betrieb, denn die Kosten der Zertifizierung sowie die Folgekosten für den Betrieb sind nicht gering.
Wem die VdS Anlage von der Versicherung vorgeschrieben wird, der kommt um die Mehrkosten natürlich nicht herum.
Privatleuten kommt es dagegen oft nur auf eine zuverlässige nach VdS Vorgaben installierte Anlage an. Dafür gibt es Hersteller, bei denen alle Komponenten VdS zertifiziert sind und Errichter, die sich eben an die VdS Vorgaben halten. Das ist für Privatleute ein sehr guter Kompromiss zwischen einer VdS Anlage mit Zertifizierung und günstigen Kosten.

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28-09-2013, 17:53
Beitrag: #15
RE: Grundsätzliche Sachen
Die elektr. Schließzylinder sind nach meiner Meinung unsicherer, da die Elektronik ausgetrickst werden kann. Die reine Mechanik wäre mir viel lieber.

Die VDS Richtlinien sind für Versicherungsfällen ganz interessant. Die Sicherheit wird hier anhand von Richtlinien gemessen. Streng genommen dürfte der Verbraucher keine Funk Alarmanlage verwenden, da hier die Frequenzen mit einem Gamma und anderen Geräten gestört werden können. Das Gleiche gilt für den Schlüsselfunk für Autoschlüssel...

So geschult würde ich die VDS Leute nicht einstufen. Beispiel Tresore, die mit einer VDS Plakette versehen sind. Die VDS Leute gehen tatsächlich mit Werkzeugen heran, die den Tresor komplett zerstören würde und ein richtiger Profi überhapt nicht nutzen würde. Der Profi nutzt Werkzeuge, die mehr Erfolg versprechen und vor allem, daß der Tresor im Nachinein für den Verbraucher weiterhin nutzbar ist! So viel zum Thema VDS...
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28-09-2013, 18:00
Beitrag: #16
RE: Grundsätzliche Sachen
(28-09-2013 17:53)Schlosser schrieb:  Die elektr. Schließzylinder sind nach meiner Meinung unsicherer, da die Elektronik ausgetrickst werden kann. Die reine Mechanik wäre mir viel lieber.
JEDES mechanische Schloss kann "geknackt" werden.

Aber versuche mal, die Elektronik einer Außentastatur zu überwinden, die per BUS-System an eine Auswerteeinheit innerhalb des Sicherheitsbereiches angeschlossen ist.

(28-09-2013 17:53)Schlosser schrieb:  ...die Frequenzen mit einem Gamma und anderen Geräten gestört werden können...
Na und? Dann löst eine Einbruchmeldeanlage, die Ihren Namen verdient, Sabotagealarm aus.

(28-09-2013 17:53)Schlosser schrieb:  ...daß der Tresor im Nachinein für den Verbraucher weiterhin nutzbar ist!...
Das sind aber rücksichtsvolle Einbrecher!

- Erst mag man sich, dann lernt man sich kennen! -
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28-09-2013, 18:06
Beitrag: #17
RE: Grundsätzliche Sachen
(28-09-2013 18:00)Alarmservice-Hamburg schrieb:  
(28-09-2013 17:53)Schlosser schrieb:  Die elektr. Schließzylinder sind nach meiner Meinung unsicherer, da die Elektronik ausgetrickst werden kann. Die reine Mechanik wäre mir viel lieber.
JEDES mechanische Schloss kann "geknackt" werden.

Aber versuche mal, die Elektronik einer Außentastatur zu überwinden, die per BUS-System an eine Auswerteeinheit innerhalb des Sicherheitsbereiches angeschlossen ist.

Hier gehen die Erfahrungen der auseinander. Es gibt Leute, die die Elektronik austricksen und das schneller als die Mechanik. Der EVVA MCS läßt sich nicht knacken, nur mit Gewalt öffnen.
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28-09-2013, 20:54
Beitrag: #18
RE: Grundsätzliche Sachen
@ Alarmservice-Hamburg

Und wie immer die Sahne geliefert ; DankeBig Grin
Genau so ist es.

@ Schlosser

Es geht gar nicht darum wie schlau ein Zertifizierter ist. Er macht was vorgeschrieben ist und haftet nach dem Gesetz dafür.
Mehr braucht es nicht.
Das Tricksen und Hacken ist eine ganz andere Abteilung Es sind Leute die den ganzen Tag darüber nachdenken wie kann ich so was überlisten.
Wahrscheinlich zu viel Zeit. Der sogenannte Zufall spielt eine sehr geringe Rolle.
Nur wirklich wenige werden dafür bezahlt Systeme legal auszuhebeln. Den für kriminelle Handlungen braucht man auch den Gedanken dafür.
Hier stoßt man oftt selbst an seine Grenzen.
Einzig im EDV Bereich hat man bereits den Penetrationstester ins Leben gerufen. Aber auch der geht fast immer nur nach Protokoll vor.
Die Gesetzeskonformen Spezialisten in diesem Bereich sind sehr dünn gesäht.
Denn mit so einem Talent muß man umgehen können und sich seiner Verantwortung wirklich bewußt sein. Meistens ist aber die dunkle Seite der Aufenthaltsort.
Was zu unknackbar noch zu sagen wäre: Es gibt nichts; also absolut gar nichts was nicht überlistet werden kann
soweit es von jemanden gebaut wurde der Teil dieser Schöpfung ist.
Es ist immer nur eine Frage der Zeit und dieser Faktor bleibt die oberste Komponente in der Verschlüsselung.
Daher auch ein Schließzylinder in sich als ein mechanisch verschlüsseltes System zu betrachten ist.

Gerät von aussen nicht erreichbar? Mach zuerst einen Portcheck.
http://www.yougetsignal.com/tools/open-ports/
..und Terxonanlagen benötigen immer noch E-Technische Grundkenntnisse zur Installation und Inbetriebnahme.
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29-09-2013, 02:43
Beitrag: #19
RE: Grundsätzliche Sachen
Jede "Sicherheitsfirma" gibt gibt andere Aussagen über dieses Thema. Eher die Marketing Seite, als die technische Seite, da der Verkauf bzw Inbertiebnahme solche Anlagen die Einnahmen bingt... Smile

Zum Jammer: Wie soll ein Sabotage Alarm ausgelöst werden, wenn die Frequenz fürs Handy dauerhaft blockiert ist und kein Zweitweg vorhanden ist? Selbst dieser Zweitweg, der über die normale Telefonleitung läuft, läßt sich gezielt manipulieren. Stichwort die Leistungsmerkmale des Telefonanschlusses ausnutzen. Und da gibt es noch weitere Angriffe, wo ein Sabotagealarm die Leitstelle erst gar nicht erreichen kann, da die Übertragungs-Strecke einfach blockiert bleibt bzw. mit anderen "Aufgaben" beschäftigt bleibt. Die Rufnummer, die bei "Privatpersonen" ohne NSL über die Alamranlage läuft, ist meistens eine "Neben MSN" ohne X31. Damit hätte der Angreifer einen Anhaltspunkt, die B Kanäle dauerhaft zu blockieren, auch wenn "nur" die Hauptnummer bekannt ist...

Mit NSL würde die den Telefonanbieter anrufen und die Leitung messen lassen. Je nach Kenntnisse des Mitarbeites sieht er "nur", daß die Leitung bis zum S0 Bus aktiv ist, aber nicht daß die Leitung durch andere Aufgaben beschäftigt ist usw.
Die Sirene wäre tatsächlich beim Sabotagefall ein "kleines" Hindernis, wenn die Umgebung darauf reagieren sollte. Smile (in der Praxis eher weniger)

Daß es kein System gibt, welches 100% Schutz gibt, weiß jeder. Je nach dem wie technisch visiert der Angreifer ist, lassen sich solche Systeme überlisten.
Man muß aber berücksichtigen, daß die Merhheit das nicht weiß...

Ich will mich nicht über die Schwachstellen "streiten", deshalb zück zum Thema:
Daß der Funkzylinder von Abus für die Secvest keinen Riegelkontakt hat, daß wollte ich letztendlich wissen.
Und daß beim Funk Schlüsselschalter der Halbzylinder austauschbar ist, hilft mir auch weiter, danke für die Antworten! Smile
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29-09-2013, 11:54
Beitrag: #20
RE: Grundsätzliche Sachen
(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Jede "Sicherheitsfirma" gibt gibt andere Aussagen über dieses Thema. Eher die Marketing Seite, als die technische Seite, da der Verkauf bzw Inbertiebnahme solche Anlagen die Einnahmen bingt... Smile


Wenn man solchen "Sicherheitsfirmen" nicht vertraut, sollte man sich Rat bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen einholen.

(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Selbst dieser Zweitweg, der über die normale Telefonleitung läuft, läßt sich gezielt manipulieren.

Stimmt. Jeder Weg lässt sich gut oder weniger gut lahmlegen.

(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Und da gibt es noch weitere Angriffe, wo ein Sabotagealarm die Leitstelle erst gar nicht erreichen kann, da die Übertragungs-Strecke einfach blockiert bleibt
Aber es wird bei modernen Anlagen ein Ausfall beider Verbindungen vom Wachunternehmen erkannt! Stichwort stehende IP-Verbindung! Fällt die IP-Verbindung aus, wird alle 3 Minuten ein Routineruf über den Ersatzweg abgesetzt. Bleibt auch dieser aus, wird auch die Polizei alarmiert!

(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Die Rufnummer, die bei "Privatpersonen" ohne NSL über die Alamranlage läuft, ist meistens eine "Neben MSN" ohne X31.
X31 gibt es nur noch über einen Privaten Dienstleister und stirbt in ein paar Monaten komplett aus!
(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Damit hätte der Angreifer einen Anhaltspunkt, die B Kanäle dauerhaft zu blockieren, auch wenn "nur" die Hauptnummer bekannt ist...
VdS anerkannte, moderne Übertragungsgeräte verfügen über eine Blokadefreischaltung.

(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Die Sirene wäre tatsächlich beim Sabotagefall ein "kleines" Hindernis, wenn die Umgebung darauf reagieren sollte. Smile (in der Praxis eher weniger)
Darauf würde ich mich nicht allzu verlassen! Was meinst du, wie viele Passanten schon bei unseren Kunden die Polizei gerufen haben, wenn mal wieder die Putzfrau sammt Sperrelement "durchbrach"?
Ich habe selbst schon einmal die 110 deswegen rufen müssen...

(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Daß es kein System gibt, welches 100% Schutz gibt, weiß jeder. Je nach dem wie technisch visiert der Angreifer ist, lassen sich solche Systeme überlisten.
Richtig, was aber bei Fachgerechten (auch VdS anerkannten) installierten Anlagen von geringer Erfolgschance ist.
Einbrecher machen das ganz anders. Entweder sie flüchten bei dem Sirenengeheul oder hoffen, dass die Polizei/Betreiber/Sicherheitsdienst nicht so schnell aufkreuzt und die Wertgegenstände nicht im Wertschutzschrank etc. sind...

(29-09-2013 02:43)Schlosser schrieb:  Und daß beim Funk Schlüsselschalter der Halbzylinder austauschbar ist, hilft mir auch weiter, danke für die Antworten! Smile
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