Alarmanlagen-Forum - Alarmforum - Fachforum für Sicherheitstechnik

Normale Version: 2 x Fehlalarm JA-81M
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Hallo,

ich hatte heute Nacht 2 x einen Alarm an einem Kellerfenster (JA-81M in Verbindung mit einem angeschlossenen Glasbruchmelder).

In beiden Fällen wurde mir der gleiche Kontakt am Display angezeigt. Die Anlage ist schon seit Jahren problemlos so in Betrieb.

Am Fenster sind keine Spuren - also gehe ich von Fehlalarm aus(speziell da nach 1,5 Std. ein erneuter Alarm ausgelöst wurde).

Im Protokoll im OLink wurde mir ein "normaler" Alarm (Alarm sofort) angezeigt und kein Sabotage.

Ich habe testweise einmal die Batterie usw. entfernt und auch eine neue Batterie eingesetzt - plötzlich erkannte mir die Anlage den Kontakt überhaupt nicht mehr (für ca. 10 Min wurde "Melder aktiv" angezeigt - unabhängig der Stellung). Später plötzlich funktionierte der Melder wieder...??

Bin jetzt etwas ratlos? Was könnte hier die Ursache sein?
Hallo
Ich habe keinen JA-81M aber ich verstehe es von der Bedienungsanleitung her so, dass genauso auch der Glasbruchmelder der Auslöser gewesen sein könnte.
"Eingang IN 1 Bei der Aktivierung dieses Eingangs übermittelt der Detektor das gleiche
Signal wie bei dem Entfernen des Magnets."
Es muss also nicht unbedingt der Magnetöffner der Verursacher gewesen sein.
mfg
Sektionschef
Danke - dh. es ist aber ein "Try & Error" Prozess?

Glasbruchmelder abklemmen - scharf schalten und Fehlalarm abwarten. Wenn keiner kommt, Glasbruchmelder wieder dran und wieder abwarten....

Kann so ein Verhalten durch eine schwache Batterie ausgeschlossen werden? Einige Melder haben mir bisher immer vorher gezeigt "Batterie schwach" - da hatte ich keine Probleme. Die Außensirene hat mir einmal sofort einen Fehler gezeigt - da war die Batterie auch im Eimer, jedoch ohne vorher "schwach" anzuzeigen. (bei 2-stelligen Minusgraden auch verständlich - ging wohl zu abrupt)
Hallo,

(01-08-2017 12:17)XKeeperX schrieb: [ -> ]Kann so ein Verhalten durch eine schwache Batterie ausgeschlossen werden?

Nein, gerade wenn die Batterie 3 Jahre oder älter ist, kann auch sie Grund für solch ein Verhalten sein.

Gruß Tim
Ich habe die Anlage seit Winter 2012 in Betrieb und bisher bei den Magnetkontakten im Innenbereich erst bei einem Fenster die Batterie getauscht. (Meldung "Batterie schwach")

Dh. es ist wohl ratsam vorab einfach einmal alle Batterien vorsorglich zu tauschen... denn solch ein Alarm bei Scharfschaltung ohne Vorwarnung mitten in der Nacht ist nicht gerade angenehm. Wusste nicht, dass das auch so abrupt Probleme verursachen kann. Batterie wäre mir aber trotzdem noch der liebste Problemverursacher :-)

Fast 5 Jahre ist ja auch eine mehr als tolle Lebensdauer!
Hallo,

ich denke Du hast gute Chancen, das es das war.
Ein Komplett tausch ist hier eine gute Wahl.
Bitte den Akku in der Zentrale nicht vergessen zu tauschen.

Gruß
Wie ist denn das, wenn man den Melder auf bypass schaltet und ihn so testhalber für einige Zeit deaktiviert lässt, würde man dann im Ereignisspeicher sehen, ob er wieder einen Fehlalarm gemeldet hätte?
mfg
Sektionschef
Hallo,

nein, der ist ja dann deaktiviert

Gruß Tim
Danke, gibt es sonst eine Möglichkeit, den Melder eine Zeit lang zu beobachten ob er noch Fehlalarme machen würde, ohne dass dann wirklich Alarm ausgelöst wird?
mfg
Sektionschef
Spontan fällt mir nur ein, entweder mit zweiter Zentrale eine eigene Testumgebung zu schaffen oder versuchen das Ding an Innensirene als Klingel anzulernen (wobei ich gerade keinen Schimmer habe ob das geht, weil noch nie ausprobiert).
Hallo,

(03-08-2017 06:03)Sektionschef schrieb: [ -> ].. den Melder eine Zeit lang zu beobachten ..

Du kannst Ihn so einrichten, dass er keinen Alarm auslöst, sondern einen PG schaltet.
Das sollte dann als Ereigniss auch in der Liste auftauchen.

Setzt aber vorraus, dass Du die Ausgänge für nichts anderes brauchst.

Gruß Tim
Da der Batteriewechsel leider nicht geholfen hat (heute um 06:15 Uhr wieder ein Fehlalarm) muss ich wohl doch weiter suchen.

Wie funktioniert diese "PG Schaltung" - ich würde den Melder gerne eine Zeit lang beobachten ohne Alarmauslösung?

Noch 2 Fragen am Rande:
1) Ich habe die Außensirene mit OLink von "Natürlich" auf "Aus" gestellt (in der Hoffnung, dass wenn ein Fehlalarm ausgelöst wird, die Nachbarn einmal Ruhe haben) - bringt aber leider nichts.

2) Bei meinem Melder hängt der Glasbruchmelder an "IN1 und GND" - eine Überbrückungsklammer an IN2 und TMP und eine Überbrückungsklammer an TMP und GND. Ich werde aus der Anleitung leider nicht ganz schlau zu den Anschlüssen.

IN1 und IN2 ist mir klar - sind für 2 externe Sensoren (wie zB. Glasbruchmelder) - und die 2. Ader muss dann an "GND". Was ist aber TMP? Und wie müsste die Überbrückung mit den Klammern ohne externen Anschluss sein...

OK - nochmals genau nachgedacht - ohne externen Anschluss 3 Klammern notwendig:
IN1 + GND
IN2 + GND
TMP + GND

IN1 bzw. IN2 sind für externe Sensoren. (zB. Glasbruchmelder)
TMP wäre für die Auslösung eine Meldung als Sabotage wenn an TMP+GND etwas hängt?

Ist das so richtig?
Zu1.
Wenn es eine Funkalarmsirene ist wie die 80A kannst du sie nur abschalten,
indem du in der Zentrale den Haken bei "Funksirene aktiv" raus nimmst.
Das gilt aber nur für Funksirenen und nicht für noch verdrahtete Sirenen.
Damit schaltest du aber generell die komplette Alarmierung über Funksignalgeber ab.
Das betrifft aber soweit ich weis nicht ein Wählgerät (82Y,80X etc..).

Zu2:
Ja die Anschlussbrücken wenn kein ext. Melder anhängt sind so korrekt wie du gesagt hast.
TMP = Tamper = Sabotage
Wenn du hier die Leitung an ein externes sabotageüberwachtes Objekt legst wird,
wie du richtig sagst, auch noch Sabotage ausgelöst.

Zu PG-Schaltung.
Hier musst du den betreffenden Melder unter Komponenten auf "PG Steuerung stellen".
Hier wird dann im Falle einer Auslösung der Zustand der PG Ausgänge gesteuert,
was aber dann auch im Log verzeichnet wird. Welcher PG gesteuert wird
bestimmst du mit den Bereichen. A = PGX,B=PGY und C=PGX+PGY.

Dip-Schalterstellung:
Wie ist der Dipschalter bei Mag.Sensor eingestellt?
Wenn du den Melder nur für den GBM nutzt,
sollter der DIP-Schalter hier ja auf MG-OFF stehen.

Bedenke weiterhin das der IN1 eine Autoerkennung für Balanced Loop hat.
Heisst das er für NO Kontakte genutzt werden kann.
Hier muss dann parallel ein 1KOhm Widerstand geschaltet werden.
Nutzt man z.B. wenn eine Wassermelder angeschlossen wird, der ein NO-Kontakt hat.
Hier wird dann ausgelöst wenn der Kontakt schliesst.

Du hattest ihn an IN1.
Sofern die Tests nun positiv verlaufen und du keine Meldung mehr bekommst, nimm am besten IN2.
Der Eingang ist ein klassischer NC, was bedeutet das er auslöst wenn er von GND getrennt wird.
Ich könnte mir gut vorstellen das hier u.U. der Melder warum auch immer einen Balanced Loop erkennt
und da vielleicht rumzickt.

Hast du mal den Widerstand der GBM Leitung gemessen?
Der Sollte eigentlich um die 0 Ohm betragen. Oder hattest du an IN1 noch einen 1Kohm Widerstand mit drin?
Kommt jetzt drauf an, ob der GBM ein NC oder ein NO ist. Ich weis jetzt nicht was da üblich ist.
Hast du da eine Modellbezeichnung?

Zu deiner Frage warum der Melder komisch reagiert beim Batteriewechsel.
Beim Öffnen des Gehäuses oder Batteriewechsel geht jeder Melder für 15min in einen
Testmodus. Das heisst er reagiert in der Zeit auf alle Reaktionen sofort.
Erst danach geht er in den normalen Modus.

Kannst du hier nachlesen:
http://www.indexa.de/w2/download/anleitu...ternet.pdf



Gruß Christian
Vielen Dank für die Aufklärung smith007 - soweit hoffentlich alles verstanden. Ich habe den DIP-Schalter für den Magnetsensor auf ON, da ich diesen zusätzlich nutze.

Mein Plan für heute Abend:
PG Steuerung für diese Komponenten aktivieren und dann:

Variante I:
DIP-Schalter Mag.Sensor auf OFF, nur Glasbruchmelder anschließen, abwarten

Variante II:
DIP-Schalter Mag.Sensor auf ON, Glasbruchmelder abhängen, abwarten

So müsste ich ja herausfinden, welches Teil mir dann einen Fehlalarm bringt. (und das ohne Alarm)

Was würde eigentlich passieren, wenn man irrtümlich die Klammern falsch setzt (zB. TMP+IN1/2 zusammen schließt).

Glasbruchmelder sind GBS5 (?) - und die hängen alle auf IN1 ohne Widerstand seit mehreren Jahren.
Oft macht man den Fehler, dass man in so einer Situation beginnt, die Einstellungen des Systems zu ändern und man sich dann u.U. noch weitere Probleme herholt.
Wenn etwas jahrelang problemlos funktioniert hat, dann liegt entweder wo ein Defekt vor oder eine äußere Quelle stört das System.
Die Vorgehensweise mit der PG-Steuerung und den beiden Varianten finde ich gut.
Zumindest sollte dann herauskommen, welcher Meldertyp überhaupt den Alarm ausgelöst hat.
Wenn du Pech hast, kommt das Problem vom IN1 und wie ich es verstanden habe dürften da mehrere GBM daran hängen. Dann musst du nämlich noch herausfinden, welcher der GBM der Auslöser ist.
Du könntest zusätzlich im Ereignisspeicher nachsehen, ob die Fehlalarme zu bestimmten Zeiten auftreten, an denen sonst im Haus noch etwas anderes passiert(Warmwasserboiler, Wäschetrockner,etc.). Das würde dann u.U. auf eine Störung von Außen hindeuten.
mfg
Sektionschef
Ist "nur" ein Kellerfenster mit einem JA-81M Magnetkonakt (DIP-Schalter aktiv) und einem einzigen Glasbruchmelder auf IN1.
Bestimmte Zeiten sind es nicht.

Da es die Batterie nicht ist, kann eigentlich nur ein Defekt am Kontakt selbst oder am Glasbruchmelder (inkl. Kabel) möglich sein... sollte ich mit den o.g. Tests wohl herausfinden können und dann das entsprechende Teil tauschen.

Wo ich mir jetzt ehrlich gesagt unsicher bin: Ob die Klammern immer richtig gesetzt sind/waren... muss mal bei den anderen Meldern im Haus nachsehen. Daher meine Frage, was eigentlich passiert, wenn man zB. TMP + IN2 zusammenhängt...
Nun TMP und IN2 lösen nur dann aus, wenn sie von GND getrennt werden.
Wenn du nun IN2 und TMP brückst aber kein GND,
sollte hier dann eigentlich immer Melder aktiv stehen.

Wenn ich die Anleitung aber richtig lese wird hier erst ein Ereignis ausgelöst wenn sie
von GND getrennt werden. In dem Fall hättest du einen undefinierten Zustand.
Das könnte, wenn es so war, auch die Ursache sein.

Wie ich lese hast du den internen Öffner auch in Betrieb.
Hier prüfe den Abstand zum Magneten.
Magneten unterliegen auch einer gewissen Alterung je nachdem ob sie auf metallischen Untergrund aufgebaut sind
oder mal starken Erschütterungen ausgesetzt worden sind. Id.r hat man damit weniger Probleme aber es sei mal erwähnt.
Wenn hier die Magnetkraft nachlässt löst du auch Alarm aus, wenn der Magnet das Reed grade noch soeben schließen kann.
Hier kann man ggf. einen neuen stärkeren Neodym Magneten einsetzten. Kosten sind minimal.

Aber schauen wir mal was bei deinen Tests rumkommt.

Gruß Christian
OK - folgende neue Erkenntnisse:

Alle Funkt-Magnetkontakte sind derzeit so überbrückt/angeschlossen:
Brücke - IN2 + TMP (!)
Brücke - TMP + GND
GBM - GND + IN1
War offenbar ein Spezialist am Werk ;-)

Habe jetzt den problematischen Melder einmal wie folgt geändert:
Brücke - TMP + GND
Brücke - IN1 + GND
GBM - IN2 + GND
Also richtig gestellt und den GBM von IN1 auf IN2 gewechselt wie empfohlen.

Darüber hinaus habe ich den Melder auf "PG Steuerung" gestellt. Anlage scharf - Melder geöffnet - nichts passiert und kein Eintrag im Log. Also meine gewünschte Testumgebung funktioniert leider nicht mit aktivem Magnetkontakt + angeschlossenem GBM.
Möchte das aber jetzt einmal mit der neuen "Verkabelung" testen.

Habe jetzt folgende Alternative Testumgebung eingestellt: Komponente auf "scharf/unscharf"
Dh. wenn der Melder wieder fehlerhaft auslösen sollte (Magnet oder GBM) würde er mir die Anlage scharf schalten bzw. unscharf schalten - hier habe ich in jedem Fall dann einen Log-Eintrag und es passiert sonst auch nichts tragisches (Fehlalarm zB).

Solle das in den nächsten Tagen von selbst passieren, dann hänge ich den GBM ab und lasse nur den Magnet aktiv und umgekehrt.


Der Tipp mit dem schwächeren Magnet ist auch ein sehr guter Hinweis. Hab nachgemessen: 7mm Abstand (!)
Der Kontakt ist auf dem Fenster und der große Magnet mit 2 Abstandshaltern fix am Rahmen oben montiert. Gibt es für diese großen Magnete (nicht die kleinen/runden) auch so einen Ersatz? Ist der in das Kunststoffgehäuse geklebt?
Nun elektrisch gesehen war das schon OK.
Da kann man von IN2 in TMP und von da nach GND.
Wichtig ist nur das die Verbindung auch ok ist und
die Drahtbrücken nicht zu kurzgehalten sind, so das auch ein Schraubkontakt besteht..

Zu der Meldung mit dem PG.
Hier musst du noch in der Zentrale den Haken bei" Aktivierung der PG-Ausgänge im Ereignisspeicher" anhaken.
Sonst wird da nix gelogged.

Zu dem Magneten:
In der Anleitung steht auch wie genau die Position des Magneten sein muss,
damit das Magnetfeld das Reed auch sicher anzieht.
Es ist nicht wie man glauben mag immer genau die Mitte.
Die Feldlinien sind hier ausschlaggebend und da wird z.B. ein Ring-Magnet versetzt angebracht.
Man sieht es aber deutlich in dem Bild der Anleitung.

Wenn du den Magneten im Kunststoff Gehäuse nimmst,
muss/sollte der Magnet bündig an der Unterseite mit dem Melder anliegen.


Bei dem Magneten kann man ja das Gehäuse öffnen.
Da ist der dann der Klotz auf der verschraubten Fläche geklebt.
Ist zumindest bei mir so.

Also 7mm ist schon nicht wenig. Typisch sind so um die 2mm.
Weis jetzt nicht ob das schon ein kritischer Bereich ist aber man sollte den Abstand so gering wie möglich wählen.
Wenn du hier noch was machen kannst, würde ich den auf jedenfalls verringern.

Gruß Christian
Abstand max. 5mm laut Anleitung!

LG megagramm
Referenz-URLs