Hallo,
ich will unser zu sanierendes privates Haus mit einer Videoanlage austatten um einerseits in unserer Abwesenheit eine abschreckende Wirkung zu erzielen und um Erfahrungen zu sammeln für eine finale Videoanlage nach dem Sanierungsabschluss.
Zielausbau soll eine Rundumüberwachung und Intercom sein, aktuell reicht mir jedoch eine einseitige Aufzeichnung mit ggf. geschaltenem Flutlucht bei Objekterkennung.
Von den Billigkameras und auch Reolink o.ä. habe ich mich gedanklich bereits verabschieded da ich sonst am Ende vermutlich doch nicht glücklich werde und nochmals neu kaufe.
Nun gibt es ja z.T. recht hochpreisige und sicher auch top Profilösungen, ich frage mich jedoch ob es privat nicht auch eine DIY-Lösung tut und wo genau die Profianlagen ihre Vorteile ausspielen?
Als DIY stelle ich mir Dahau-Kameras mit Frigate-NVR vor da auch recht mächtig zu schein seit. Bei den Kameras will ich nicht auf gute Hardware versichten, jedoch ist mir auch klar dass dies am Ende nur eine Komponente der ganzen Anlage ist
Was wären für euch Funktionalitäten/Kriterien die gegen eine DIY-Lösung sprechen? (Die notwendige Einarbeitung in den NVR lasse ich bewusst außen vor)
Vielleicht läuft es auch auf eine prof. Planung und Hardwarebeschaffung und nur DIY NVR hinaus sofern das jemand mitmacht.
Gruß Sascha
(28-09-2026 14:03)007sascha schrieb: [ -> ]Als DIY stelle ich mir Dahau-Kameras mit Frigate-NVR vor da auch recht mächtig zu schein seit.
Hallo Sascha, erklär mal kurz, wie Du auf diese Kombination gekommen bist.
Der Profi macht dir die Dahua auch nicht zum extrem teuren Preis, sondern im Vergleich zu deutschen Onlinehändlern mäßig teurer. Dafür richtet er dir das System halt professionell ein, hat Erfahrung und Software zur Planung der Kameras und Modellauswahl und darf nachbessern, wenn er was versprochen hat, was er nicht halten konnte, während du bei DIY vielleicht auch mal was kaufst und dann merkst dass es doch nicht passt und dann haste Geld in den Sand gesetzt.
Und für Dahua und Hikvision gibt's genug Profis. Das ist ja kein Reolink oder so. Insofern musst du beim Profi natürlich nicht zwangsläufig auf AXIS, Aviglion oder Dallmeier setzen, was natürlich deutlich teurer ist.
(28-09-2026 16:32)sicherheitstechnik-siegen schrieb: [ -> ] (28-09-2026 14:03)007sascha schrieb: [ -> ]Als DIY stelle ich mir Dahau-Kameras mit Frigate-NVR vor da auch recht mächtig zu schein seit.
Hallo Sascha, erklär mal kurz, wie Du auf diese Kombination gekommen bist.
Nun die Dahua-Kameras werden beim Frigate Projekt auch empfohnen und wenn man die ganzen KI- und Influenzer-Werbungen weg lässt bleibt gar nicht so viel anderes wie Hikvision und Dahua übrig. Dahua soll von der Preis-Leistung noch besser sein. Zudem brauch ich bei den Kameras "nur" ein gutes Bild da die AI-Funktionen bei Frigate laufen.
Frigate selbst bietet zumindest laut Doku aktuell für mich jegliche Funktion die ich mir vorstellen kann. Das ist aber alles nur Theorie, ob sich das auch in der Praxis schlägt muss sich noch beweisen. Daher habe ich die Hoffnung dass solch ein System von euch schonmal in der Praxis erlebt hat und ggf. auch die Nachteile kennt. Klar schon von der Installation/Konfiguration ist Frigate nicht für jeden was.
(28-09-2026 20:21)AaronK schrieb: [ -> ]Der Profi macht dir die Dahua auch nicht zum extrem teuren Preis, sondern im Vergleich zu deutschen Onlinehändlern mäßig teurer. Dafür richtet er dir das System halt professionell ein, hat Erfahrung und Software zur Planung der Kameras und Modellauswahl und darf nachbessern, wenn er was versprochen hat, was er nicht halten konnte, während du bei DIY vielleicht auch mal was kaufst und dann merkst dass es doch nicht passt und dann haste Geld in den Sand gesetzt.
Vom Preis her meine ich vielmehr das Dahua auch sehr teure Versionen im Portfolio hat die für mich privat sicher übertrieben sind. Ich gehe nicht davon aus dass ein Sicherheits-Experte hier mehr Aufschlag nimmt als jeder andere Händler. Das ist genau der zweite Punkt den du ansprichst, ein Profi weiß wo welche Kamera wie richtig eingesetzt werden kann und erstellt dafür eine Planung. Genau diesen Punkt werde ich vermutlich auch in Anspruch nehmen da mir hier die Erfahrungen und auch Überblick der ganzen Kameras fehlt, und diese Dienstleistungen wird auch entlohnt.
Daher aktuell zwei Hauptfragen:
1. Gibt es über die AI-Verlagerung von den Kameras in das Frigate-System irgendwelche Nachteile oder im System selbst Funktionen die komplett fehlen und aufgrund deren man lieber eine andere Richtung einschlagen sollte?
2. Gibt es Sec-Planer die "nur" die Hardware-Planung, also die Kamera-Positionierung, Ausrichtung und Modellauswahl übernehmen und mir den Rest selbst überlassen? Klar kann dann der Planer für das Gesamtsystem keine "Funktionsgarantie" o.ä. abgeben und das Risiko liegt am Ende bei mir.
Zitat: und wenn man die ganzen KI- und Influenzer-Werbungen weg lässt bleibt gar nicht so viel anderes wie Hikvision und Dahua übrig.
Uhm.. Nein. Also selbst im ähnlichen Preissegment gibt's noch einige eher kleinere Hersteller aus Taiwan. Und sonst gibt's auch ne ganze Menge, kann ich nicht mal alle aufzählen. ProvisionISR, Tyco, Dallmeier, AXIS, Aviglion, Uniview, Hanwha, Mobotix uvm...
@007Sascha, Du hast Dich festgefahren. Willst Du was ordentliches haben, würde ich Dir im Preis/Leistungs Bereich Dahua empfehlen (wenn Du die richtige Auswahl triffst, bleibst Du der Sieger), was mich stört, ist die Auswahl der Software. Für mich klingt das nach "ich habe da was gefunden und das will ich jetzt durchziehen".
Zur Info, Frigate macht nichts anderes, als die Leistungen von Dahua zu Labeln und das zu einem exorbitanten Preis. Die können selber rein gar nichts, bringen die KI über ein Tool in eine eigene GUI, verkaufen das als ihr eigenes und das zum dreifachen Preis.,
Nimm es mir nicht übel, solche Anfragen erreichen mich wöchentlich, ich bin Anfangs darauf eingegangen, habe bei Auftragsannahme die Planung, Installation und Einrichtung übernommen und in ausnahmslos allen Fällen, am Ende die Rückmeldung erhalten, dass die derzeit vom Fragesteller geordete Idee ja doch die richtige war, ich nichts Neues geliefert habe, eigentlich nur ein Trittbrettfahrer bin, dafür auch noch etwas berechne und mich verneigen sollte, vor so einem Typ, der gerade mal zwei Std. darin investiert hat, welche Videoüberwachung für seinen Bereich die Beste ist. Mea Culpa, da bin ich raus!
Wenn ich das so überfliege, dann benötigt man doch auch für Frigate nen potenten Rechner. Da ist ein NVR vermutlich in der Anschaffung günstiger und braucht auch weniger Strom.
Deutlich weniger und wie gesagt, mit einem Original Dahau NVR ab 5.xx bekommst Du deutlich mehr, deutlich günstiger aber auch deutlich aufwendiger in der Umsetzung, was Frigate soweit ganz schlau für Gelegenheits-Installateure zusammen gefasst hat und sich fürstlich bezahlen lässt. Ich hatte schon erwähnt, dass ich letzte Woche auf der Security war. In Halle 8 waren die Chinesen unterwegs, machten einen auf unschlagbar und da war auch einer von Viseron, die Wand voll getackert mit gebrandeten Dahua Kameras. Auf meine Frage, ob das Dahua Kameras sind, wurde das bejaht. Das war schon mal ok. Darauf hin wurde mir eine Software und als Meilenstein vorgestellt, die nichts anderes gemacht hat, als die Funktionen von Dahua in eine eigene Anpassung zusammen zu fassen. Genau genommen, eine Variante für Nutzer, die nicht die Muse haben, intensiver in die Möglichkeiten des Original einzutauchen und deshalb bereit sind, pro Kamera in der Software Gebühren zu zahlen. Ganz nebenbei, pünktlich zur Security hatte Viseron auch die Wizseek Funktion in der eigenen Software umgesetzt, aber nicht wie Dahua mit mittlerweile 400 Suchbegriffen, mit 8!
Frigate greift nicht auf die ONVIF Events der Kamera zu @ssb, sondern nutzt tatsächlich eigene AI. Und Wie kommst du darauf, dass Frigate keine eigenständige quelloffene Software ist, sondern auf irgendwas von Dahua zugreift?
(29-09-2026 18:54)AaronK schrieb: [ -> ]Zitat: und wenn man die ganzen KI- und Influenzer-Werbungen weg lässt bleibt gar nicht so viel anderes wie Hikvision und Dahua übrig.
Uhm.. Nein. Also selbst im ähnlichen Preissegment gibt's noch einige eher kleinere Hersteller aus Taiwan. Und sonst gibt's auch ne ganze Menge, kann ich nicht mal alle aufzählen. ProvisionISR, Tyco, Dallmeier, AXIS, Aviglion, Uniview, Hanwha, Mobotix uvm...
Danke für die Rückmeldung, diese bestätigt mir dass ich nicht ansatzweise ein Überblick habe welche Kameras es auf dem Markt gibt und somit vermutlich auch nicht die optimale Kamera für meinen Fall aussuchen kann. Hier lohnt sich also ein prof. Beratung
(29-09-2026 19:39)sicherheitstechnik-siegen schrieb: [ -> ]@007Sascha, Du hast Dich festgefahren. Willst Du was ordentliches haben, würde ich Dir im Preis/Leistungs Bereich Dahua empfehlen (wenn Du die richtige Auswahl triffst, bleibst Du der Sieger), was mich stört, ist die Auswahl der Software. Für mich klingt das nach "ich habe da was gefunden und das will ich jetzt durchziehen".
Zur Info, Frigate macht nichts anderes, als die Leistungen von Dahua zu Labeln und das zu einem exorbitanten Preis. Die können selber rein gar nichts, bringen die KI über ein Tool in eine eigene GUI, verkaufen das als ihr eigenes und das zum dreifachen Preis.,
Nimm es mir nicht übel, solche Anfragen erreichen mich wöchentlich, ich bin Anfangs darauf eingegangen, habe bei Auftragsannahme die Planung, Installation und Einrichtung übernommen und in ausnahmslos allen Fällen, am Ende die Rückmeldung erhalten, dass die derzeit vom Fragesteller geordete Idee ja doch die richtige war, ich nichts Neues geliefert habe, eigentlich nur ein Trittbrettfahrer bin, dafür auch noch etwas berechne und mich verneigen sollte, vor so einem Typ, der gerade mal zwei Std. darin investiert hat, welche Videoüberwachung für seinen Bereich die Beste ist. Mea Culpa, da bin ich raus!
Die Antwort überrascht mich sehr und ich hoffe dass du meine Rückmeldung dennoch liest auch wenn du dich aus der Diskussion verabschiedest hast.
Ich bin sehr offen für andere Lösungen, sonst hätte ich hier die Diskusion nicht angefangen.
Bezüglich Frigate scheinen wir jedoch von verschiedenen Lösungen zu sprechen den sonst würden deine offensichtliche Falschaussagen keinen Sinn ergeben.
Ich meine folgendes Frigate Projekt:
https://docs.frigate.video/
Das Projekt ist bis auf kleine "Plus"-Anteile eine kostenfreie OpenSource Lösung und kein teures GUI-Overlay.
Du beschreibst einige Kunden die DIY Lösungen schon versucht hatten und am Ende gescheitert sind und genau diese Informationen sind es die ich suche. An was sind fie DIY-Projekte am Ende gescheitert denn genau dies will ich ja vermeiden. Hat man die komplexität unterschätzt, war es nicht dauerhaft betreibbar, wurden die Potentiale nicht genutzt, war es gerichtlich nicht verwertbar? Hier würde ich mich über konstruktive Beträge freuen. Ich erwarte hier nicht die Lösungen, diese kannst und sollst du gerne weiter verkaufen, aber einfach nur ein "du wirst scheitern" hilft nicht, ich würde es gerne verstehen um zu wissen für welche Dienstleistungen ich lieber auf einen Experten zurckgreifen sollte.
(29-09-2026 20:27)Feuermelder schrieb: [ -> ]Wenn ich das so überfliege, dann benötigt man doch auch für Frigate nen potenten Rechner. Da ist ein NVR vermutlich in der Anschaffung günstiger und braucht auch weniger Strom.
Absolut richtig, für Frigate braucht man eine guten Rechner der auch mit "AI-Beschleunigungskarten" ausgestattet werden sollte und somit ein Großteil der Kosten ausmachen wird. Ich erhoffe mir jedoch dass sich diese Kosten über "einfachere" Kameras schnell rechnet. Zudem hab ich eh ein Server der parallel auch für andere Dinge genutzt werden kann. Ein anderer NVR wird ja auch gut Geld kosten, vermute ich.
Ok, dass Frigate einfach nur erzeugte Bilder einer Kamera bewertet und entsprechend auswertet also eine reine Softwarelösung ist, war mir nicht bewusst. Ich bin davon ausgegangen, dass die Schnittstellen der Videohersteller nutzen und in eine eigene Software verpacken. Warum empfehlen die dann Dahua als bevorzugten Bildgeber. Da sollte es doch eigentlich egal sein, woher die Quelle stammt.
(30-09-2026 08:17)sicherheitstechnik-siegen schrieb: [ -> ]Warum empfehlen die dann Dahua als bevorzugten Bildgeber. Da sollte es doch eigentlich egal sein, woher die Quelle stammt.
Hintergrund ist dass Dahau Kameras wohl einfach zu beziehen sind als z.B. Hikvision. Grundsätzlich funktioniert das System aber mit einer Vielzahl an Kameraherstellern/-typen. (
https://docs.frigate.video/frigate/hardware).
Ich werde wohl um ein Testsetup nicht drum herumkommen um eigene Erfahrungen zu sammeln, das System scheint wohl weniger als erwartet eingesetzt zu werden.
Problem ist halt, dass du ohne Frigate plus nur sehr generische KI-Modelle hast, die nicht mit Überwachungskameras trainiert wurden, also deutlich weniger auf die Erkennung aus Überwachungskamera-typischen Blickwinkeln ausgelegt sind. Ich glaube mit Kameras mit spezialister Edge AI oder nem NVR mit spezialisierter AI tust du besser dran, wenn du kein Bock auf n Abo hast.