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Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - Druckversion

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Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - sicherheitstechnik-siegen - 11-05-2026 22:08

In meiner Region wird derzeit so gut wie jeder Anschluss auf Glasfaser umgestellt und die Leute nutzen das, auch wenn zuvor mit Kupfer bereits 250 MBit/s erreicht wurden. Jetzt liegen teils 500 oder sogar 1.000 MBit/s an, das Ganze kostet nun 25,- € mtl. mehr als zuvor.
Natürlich kommt der neue Router dabei und selbstverständlich gibt mir so gut wie niemand zuvor darüber Info. Die kommt dann erst, wenn die EMA oder die Kamera nicht mehr erreichbar ist oder noch besser, wenn die Haustür den Zugang verweigert.
Wenn man dann mal fragt, wie die gewonnenen 750 MBit/s extra genutzt werden, kam bislang lediglich einmal ein plausibler Grund. Die allermeisten brauchen das für Netflix.

Ich schreibe das aus dem Grund, weil ich gerade wieder so einen Fall hatte. Nichts geht mehr, großes Unverständnis warum es nun so ist, große Augen, wenn ich das per Teamviewer in knapp 2 Std. wieder richte und Kopfschütteln, wenn die Rechnung ankommt.

Wie habt Ihr das geregelt, wie sind die Resonanzen?


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - complex400 - 11-05-2026 23:09

Ist wie Geld selber drucken . Der Umstieg von 2G auf 4G ist ja auch wie ein warmer Sommerregen für die Branche.


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - bricolaje - Gestern 00:59

Bei uns wurden sämtliche Änderungen am System vor Ort durchgeführt. Auch Technologie- oder Anbieter-Wechsel, wenn das "brauchen Sie nur umstecken..." nicht funktioniert hat, oder wenn uns der Kunde vorher informiert hatte.

Telefonischen Support war aber grundsätzlich kostenlos, allerdings nicht viel mehr als: "Wie bekomme ich Summer/Sirene aus bis Sie kommen?"

Wenn ein Kunde meinte, auch nach Feierabend oder am Wochenende anrufen zu müssen, dann brauchte er zum Wartungsvertrag noch eine zusätzliche Notdienst-Vereinbarung, für etwas über 2k€ netto p.a. Big Grin

Was den Glasfaserausbau angeht, durfte ich in den vergangenen Wochen die andere Seite kennenlernen, als Kundenbetreuer im Service und Vertrieb eines kleinen Telekommunikations-Anbieters mit ca. 2-3Mio Kunden bundesweit. Wenn mein AG das GF-Netz ausgebaut hat, wurden die Kunden gebeten zu migrieren und wenn sie ihre Produkte mitnehmen konnten, wurden auch die Konditionen beibehalten.

Wenn es die älteren Produkte nicht mehr gab (bspw. 50 oder 60 MBit) wurden Alternativen mit Aufpreis angeboten (bspw. 250 oder 500 MBit). Wenn nicht gewünscht -> Sonderkündigungsrecht.
Es ist einfach nicht wirtschaftlich zwei Netze parallel zu betreiben, und so groß sind die Gewinne leider auch nicht, wenn man die ganzen Kosten berücksichtigt. Alleine schon was der Support gekostet hat...Confused

Am besten fahren Kunden, die zwischen mehreren Anbietern wechseln können, denn nichts ist günstiger als die Neukundenrabate, die bekommt man aber nur wenn man wechselt - bei Strom und Gas machen es viele jährlich. Beim Internet dann eben alle zwei Jahre. Übrigens, die Berater bekommen Provision wenn sie Euch etwas neues und teureres verkaufen, oft werden günstigere Tarife daher gar nicht erwähnt. Wink
Dran bleiben, selbst vergleichen und informieren, wenn es sein muss mit Kündigung drohen und sich mit der Retention-Abt. verbinden lassen - die können meist etwas am Preis drehen, was den normalen Beratern nicht möglich ist. Wink


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - funkistnichtalles - Gestern 04:11

Ich kommuniziere meinen Stundensatz offen und aktiv. Ebenfalls schätze ich einen Zeitrahmen aus der Erfahrung heraus.
Somit weiss der Delinquent, was auf ihn zukommt.
Ersatzteile und Erweiterungen on top.
Wer auf GF umstellen will, muss mit Zusatzkosten rechnen, gerade wenn Scheissmaterial im Einsatz sein will.
Mittlerweile bin ich da schmerzfrei…
Es ist ja nicht mein Wille, sondern Eigenverantwortung. Das muss man den Kunden eben klar machen.
Neukunden nehme ich nur noch tatsächlichen Zeitaufwand.


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - angos_ - Gestern 07:24

Moin,

das geht auch gerne mal so weit das der neue Anbieter 1GB GF schaltet und nix dazu. Keine Telefonie z.B. Soll der Kunde extra ordern. Auch "Telekom TV" funktioniert bei dem neuen nicht. Muss der Kunde auf nomadisch nutzbar umstellen... Die Uhr läuft und natürlich wird vorher nix gesagt. Bei mir selbst wird absehbar die Telekom umschalten. Da bleibt sogar die gute alte 7490 am Start ;-) Da ansonsten ja heute (leider) viel über Wolken gelöst ist bleibt der Aufwand übersichtlich.

Viel Erfolg und Spaß dabei


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - bricolaje - Gestern 07:54

Wenn Telefon und TV benötigt werden, sind die Kombi-Pakete bei meinem AG am günstigsten. Sollte man aber am besten vorher ansprechen und ordern, sonst kostet es später paar Euro mehr.
Auch da gilt, in Ruhe auswählen, sich am besten vorher selbst informieren und das ausgewählte Produkt gezielt bestellen.

Auf keinen Fall auf den Drückerkolonen hereinfallen, die von Tür zu Tür gehen und mit falschen Behauptungen Verträge abschließen. Bis man die Unterlagen bekommt, ist die Wìderrufsfrist bereits verstiechen... Die sind meist selbstständig und über alle Berge.


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - angos_ - Gestern 09:42

... läuft aber real leider so ab. Ich habe drei vom Hof geworfen bis ein alter Telekommann (kurz vor der Berentung) vor der Tür stand. Mit dem konnte ich sogar etwas fachsimpeln. Da wird ganz unnötig viel Vertrauen verspielt. Und wir dürfen das hinterher (für Geld) wieder richten.


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - Fraggel - Gestern 10:04

Und selbst wenn es seriös verläuft und ohne Drückerkolonnen, dann verstehen ca. 80% der Leute die Materie einfach nicht.

Hier bei uns haben es vor Jahren einmal die örtlichen Stadtwerke versucht, auszubauen. Sachlich und seriös.
Die Infoveranstaltung endete dann so, dass in einer Ecke ich den Berater für eine Gruppe Senioren gemacht habe um ihnen zu erklären, dass die Glasfaser im Keller nix mit der WLAN-Feldstärke im Schlafzimmer zu tun hat.

Das Ganze ist dann im Sande verlaufen, weil keine 20% Vorverträge zusammengekommen sind.

Ein paar Jahre später kam dann die Deutsche Glasfaser: Sehr hartnäckige Drückerkolonnen und dann rollten die Billiglöhner Bautrupps über die Gemeinde hinweg. Das Ergebnis ist so "naja"... Aber es haben jetzt 50% der Häuser Glasfaser.

Ob's irgendjemand wirklich "braucht" ??? Vielleicht 3% echte Poweruser.

PS.
War auch interessant zu sehen, wie unterschiedlich der GF-Ausbau laufen kann:
Ein Dorf weiter (die Eltern wohnen dort) wurde offiziell eine Mangelversorgung festgestellt. D.h. der Ausbau erfolgte durch den Landkreis mit EU-Fördermitteln. Ausgeführt haben das Firmen aus dem Umland.

Vergleichen mit der DG und den osteuropäischen Kamikaze-Bautrupps sieht das Arbeitsergebnis aus wie Handwerksmeister gegen Hobbypfuscher.

Das geförderte Landkreis-Netz wird jetzt von Vodafone betrieben. Die Anschlüsse dort kosten im Monat 10 € weniger als der instabile DG-Pfusch in unserer Gemeinde.


RE: Umstellung Glasfaser/Router schafft Unverständnis und Missmut - sicherheitstechnik-siegen - Gestern 12:10

(Gestern 10:04)Fraggel schrieb:  Und selbst wenn es seriös verläuft und ohne Drückerkolonnen, dann verstehen ca. 80% der Leute die Materie einfach nicht.

Genau das ist der Punkt. Die Leute haben Einen Router, eine EMA, ein paar Kameras, einen NVR, Handys, PC's, Notebooks, mehrere TV, evtl. Smarthome mit Schließanlage und verstehen nicht, dass sie ein größeres Netzwerk betreiben, als eine mittelständische Firma in den 90'iger Jahren, die wiederum eine Halbtagskraft beschäftigen musste, um das am laufen zu halten.

Ich habe einen Kunden (Mehrgenerationenhaus mit 11 oder 12 Personen). W-Lan Geräte was der Markt zu bieten hat, wo doch tatsächlich die letzte IP der 254 vergeben war (incl. der reservierten offline IP's) und bereits Kollisionen mit festen IP's statt fanden und nun aufgerüstet werden musste.