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Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
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07-03-2026, 20:23
Beitrag: #1
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Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Mir fiel gerade auf, dass unter der Rubrik Alarmtechnik die Distributoren gut passen würden. Gestern sprach ich noch mit einem Kollegen darüber, wie lange es wohl dauern wird, dass Preiserhöhungen wegen dem Iran ins Haus flattern und heute morgen hatte ich E-Mails von zwei Distris im Postfach, dass zum 1.04. fast alles um 5 bis 10% teurer wird und das wird noch nicht das letzte Wort sein. Angebote habe ich beginnend Mitte der Woche schon mal auf den 30.03. befristet, aber was mache ich mit denen, die am 30. bestellen. Da bleibt ja nicht mehr allzu viel hängen und zum Geld tauschen macht man den Job ja eigentlich nicht. Wie handhabt ihr sowas. Gibt es da eine AGB Klausel oder ähnliches?
Planung + Verkauf - Video+ Alarmtechnik / Lupus XT4 Upgrade. Remote Installation Bundesweit. einbruchschutz-siegen.de https://youtu.be/Hq9WewgaY_4 |
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07-03-2026, 21:04
Beitrag: #2
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Interessantes Thema.
Ich überlege am Ende einen Kriegsaufschlag extra auszuweisen? Den könnte mna dann ja jeweils anpassen ohne immer alle Preise ändern zu müssen. |
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08-03-2026, 08:10
Beitrag: #3
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Am Ende auf das Angebot die Preiserhöhungen drauf zu schreiben wäre ein simpler Weg, aber ist das rechtlich umsetzbar?
Planung + Verkauf - Video+ Alarmtechnik / Lupus XT4 Upgrade. Remote Installation Bundesweit. einbruchschutz-siegen.de https://youtu.be/Hq9WewgaY_4 |
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08-03-2026, 09:11
Beitrag: #4
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Ich bin noch am Sinnieren, warum der Preis eine Kamera um 5-10% in DE steigt, wenn diese in Asien irgendwo zusammengefügt wird.
In Erwartung höherer Preise für Energie und Transport? |
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08-03-2026, 10:02
Beitrag: #5
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Auch wenn man diesen Zusammenhang vermuten mag, so glaube ich, dass es sich diesmal tatsächlich nur um eine ganz normale Preiserhöhung handelt, die im Grunde auch langsam mal fällig war. (In dem Zeitraum, seitdem die Chinesen das letzte Mal erhöht haben, hat z.B. Telenot schon viermal erhöht um insgesamt rund 30%.)
Aus irgendeinem Grund haben wohl einige Distris nun ein wenig gewartet, bevor Sie ihre Kunden darüber informiert haben, bzw. hatten selbst noch nicht entschieden, wie sie damit umgehen. Wir haben die erste Info über diese besagt Erhöhung um 5-10% bereits am 26.2. von einem der Distris erhalten. Da war der Plan seitens der Chinesen mit Sicherheit schon einige Tage (oder sogar Wochen) alt. Das Scharmützel im Golf ging aber erst am 28.2. los. Ich hatte am 27.2. sogar einen anderen Distri deswegen angerufen: "Sagt mal, der Wettbewerb erhöht jetzt, aber von Euch hab ich noch nix gehört. Wie ist der Stand bei Euch? Wie und mit welchem zeitlichen Rahmen erhöht ihr?" Zu dem Zeitpunkt war die Antwort noch: "Öööh, keine Ahnung, wissen wir selbst noch nicht. Irgendwann in nächster Zeit. Wir schicken dann ne Rundmail rum." Und genau dieser Distri hat jetzt informiert, dass er die Erhöhung aus China zum 1.4. auch durchreichen wird. Das ist wahrscheinlich die Mail, die auch Du erhalten hast. Kam also nicht plötzlich und unerwartet. |
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08-03-2026, 10:28
Beitrag: #6
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
@ssb: Solange es von Anfang an im Angebot oder KVA steht, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, das einzeln auszuweisen. Schwierig wäre nur öffentliche Preisangaben ohne Aufschlag und dann Aufschlag im Angebot - der Aufschlag im Angebot sollte trotzdem problemlos gelten, aber es könnte die öffentliche Preisangabe abgemahnt werden.
(Pronomen: er/ihm) |
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08-03-2026, 11:08
Beitrag: #7
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Seit der Grippe schreibe ich nur noch Kostenschätzungen. Und ja - so Mancher versteht das nicht. Sind aber ausreichend ernsthafte Interessenten da die auch wissen das ich ihnen nur langfristig behilflich sein kann wenn es auch mir gut get. Und das ist seit 30 Jahren bei mir so. Darum überlege ich das auch nicht zu verstecken sondern klar auszuweisen.
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08-03-2026, 12:11
Beitrag: #8
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
(07-03-2026 20:23)sicherheitstechnik-siegen schrieb: ... , aber was mache ich mit denen, die am 30. bestellen. Da bleibt ja nicht mehr allzu viel hängen und zum Geld tauschen macht man den Job ja eigentlich nicht. Ich würde mir da keinen Kopf machen ... wieviele (größere) Aufträge können denn exakt so wie beschrieben kommen (damit meine ich, die Bestellung kommt so knapp das Du nicht rechtzeitig reagieren, und zum alten Preis bestellen kannst)? Einer? Oder vielleicht 2? Wir machen da gar nichts - Lager ist ja erstmal voll. Normalerweise sind die Angebote ja befristet und selbst wenn ich etwas nicht am Lager habe und zu den neuen Konditionen einkaufen muss, könnten wir die fehlenden Euros verkraften bzw. werden sie durch die Gesamtkalkulation aller Aufträge aufgefangen. Theoretisch kann es Dir ja auch passieren, dass Du eine Woche vor Inkrafttreten der neuen Einkaufspreise bereits mit einer entsprechend korrigierten Kalkulation an den Start gehst und höhere Preise im Angebot hast - Dein "Kollege" im selben Ort aber noch nicht. Wenn Du das unbedingt absichern willst, könntest Du z. B. ein Angebot mit "alten" Preisen rausgeben und unten drunter schreiben "Die o. a. Preise gelten bei Auftragserteilung bis zum xxx. Ab dem yyy erhöht sich der Preis des angebotenen Materials um abc Prozent. Unsere Preise für Montage und Inbetriebnahme behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit". Das ist transparent und seriös ... und wenn Du dann "kriegsbedingt" auch an den anderen Kosten schrauben musst (möchtest), machst Du das 4 Wochen später wenn die bisherigen Angebote ihre Gültigkeit verloren haben. Wie gesagt: bei uns passiert da gar nichts bis es so weit ist. Wir machen kurz vor inkrafttreten der neuen Preise das Lager mit den gängigen Komponenten randvoll und gut ist's. Dann bauen wir Lagerbestände ab und nach ein paar Wochen, wenn das Lager runter geht, passen wir dann auch an - war bisher immer so und auch nie ein Problem. Wenn alle schon zum "neuen" (teureren) Preis anbieten, hab ich noch günstige Komponenten liegen und kann das sogar an den Kunden weitergeben. Viel schlimmer finde ich das man sich jetzt schon wieder hinsetzen, und in der EDV sämtliche Preise ändern muss
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08-03-2026, 12:33
Beitrag: #9
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Hallo,
ich kann zumindestens für Dahua und Ajax sagen, dass die Erhöhungen vor 8 Wochen angekündigt wurden. Einen Zusammenhang mit dem Iran Krieg sehe ich da nicht. Es sei den USA und die IDF hätte die Firmen vorabinformiert, damit man die Preiserhöhung abstimmen kann. Machmal gibt es halt keinen Zusammenhang, auch wenn es so erscheint. Gruss Tim Ich habe nicht auf jede Frage die passende Antwort, aber zu jeder Antwort die passende Frage. Auch wenn es Wenige ärgert, im Zweifelsfall geht mir Information vor Rechtschreibung. |
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08-03-2026, 13:29
Beitrag: #10
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
@FAP: 30 Tage ab Angebotsabgabe ist ja bereits Standard, was ich bereits auf 29, 28, 27, usw. Tage runter gefahren habe, da ich überall den 31.03. drauf geschrieben habe. Blöderweise habe ich genau in diesen letzten Tagen 8 Angebote abgegeben wo es bei Dahua um die 50'er NVR und alle Kameras mit einer 5 und 7 davor geht und daran fühle ich mich gebunden. Das die nun alle am 30. bestellen, wo ich nicht mehr reagieren kann, sehe ich ebenfalls als sehr unwahrscheinlich an. Wenn ich so eine Kalkulation von z.B. 4 Kameras mit NVR mache, habe ich eine Zahl im Kopf, was ich daran verdienen sollte (ich kann meinen Aufwand sehr genau einschätzen). An den UVP orientiere ich mich so gut wie nie, wer bezahlt die schon und wenn ich an so einer Kombi 800,- Netto gerechnet habe, aber plötzlich 250,- mehr für's Material bezahle, sind das nicht ein paar Euro, sondern rund 30% meines Gewinns dahin. Ich betreibe ja ein ganz anderes Geschäft als die meisten hier, da ich aufgrund meiner Performance nichts mehr installieren kann. Ich mache nur noch Remote. Aber selbst wenn alles gut läuft, die Leute bestellen so, dass ich noch die alten Preise im EK erhalte, betrachten wir meine Frage in die Runde mal rhetorisch und da interessiert es mich, wie man solche Unwägbarkeiten ausklammern kann. Eine Versicherung hat für den Kriegsfall ja auch eine Klausel.
PS: Das mit der Ankündigung habe ich gerade auch gelesen, aber zum Zeitpunkt des Erhalts aufgrund hunderter Spam E-Mails pro Tag überlesen, weswegen ich nun meine komplette E-Mail, also incl. Domain gewechselt habe. Es ging anders nicht. Ich habe gerade mal google befragt und dort steht u.a.: Als Lieferant von Elektronikkomponenten können Sie plötzliche Einkaufsaufschläge, die durch externe Schocks wie Krieg oder Krisen verursacht werden, grundsätzlich an Kunden weitergeben, sofern dies rechtlich und vertraglich abgesichert ist. Der Schlüssel liegt in der Kommunikation und der vertraglichen Basis. Rechtliche Grundlagen Preisanpassungsklauseln/Preisgleitklauseln: Überprüfen Sie Ihre Verträge und AGBs. Haben Sie Klauseln, die bei Rohstoffpreissteigerungen (wie Halbleitern) oder Logistikkosten eine Preisanpassung erlauben? Diese Klauseln müssen transparent sein und dürfen keine willkürlichen Gewinnsteigerungen ermöglichen, sondern nur Kostensteigerungen weitergeben. Störung der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB): Wenn der Krieg die Kosten so stark in die Höhe treibt, dass ein Festhalten am ursprünglichen Vertrag unzumutbar ist, können Sie eine Vertragsanpassung fordern. Dies erfordert oft Verhandlungen, da die Hürden hoch sind. Höhere Gewalt (Force Majeure): Kriege gelten oft als höhere Gewalt. Dies kann Lieferverzögerungen entschuldigen, gibt aber nicht automatisch das Recht, Preise zu erhöhen, sofern nicht explizit in den AGBs vereinbart. Strategien zur Weitergabe der Kosten Transparente Kommunikation: Informieren Sie Kunden frühzeitig und transparent. Erklären Sie, dass der Aufschlag direkt aus den erhöhten Beschaffungskosten resultiert. Aufschläge als "Krisen-Zuschlag" (Surcharge): Anstatt die Grundpreise langfristig zu ändern, können Sie temporäre Zuschläge (z.B. "Energy Surcharge" oder "Material Surcharge") einführen. Dies wirkt temporärer und ist leichter zu akzeptieren. Differenzierte Preiserhöhung: Nicht alle Kunden müssen gleich behandelt werden. Nutzen Sie unterschiedliche Strategien für verschiedene Kundensegmente (z.B. Neukunden vs. Bestandskunden mit Festpreisverträgen). Nachweis der Kostensteigerung: Legen Sie offen (in anonymisierter Form), wie stark die Einkaufspreise gestiegen sind, um die Seriosität zu unterstreichen. Kommunikation und Verhandlung Persönliches Gespräch: Bei wichtigen Kunden ist ein persönliches Gespräch oder ein Telefonat unerlässlich, bevor die offizielle Ankündigung per E-Mail erfolgt. Partnerschaftliche Lösung: Betonen Sie, dass Sie die Ware überhaupt liefern können, während andere vielleicht nicht liefern können. Zeigen Sie auf, dass eine faire Aufteilung der Mehrkosten eine gemeinsame Überlebensstrategie ist. Fristen einhalten: Kündigen Sie Preiserhöhungen mit angemessener Frist an, besonders bei festen Lieferverträgen. Zusammenfassung Erfolgreiche Weitergabe funktioniert am besten durch die Kombination aus einer starken rechtlichen Klausel (Preisanpassungsklausel) in Ihren AGBs und einer transparenten, partnerschaftlichen Kommunikation gegenüber dem Kunden. Planung + Verkauf - Video+ Alarmtechnik / Lupus XT4 Upgrade. Remote Installation Bundesweit. einbruchschutz-siegen.de https://youtu.be/Hq9WewgaY_4 |
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08-03-2026, 14:01
Beitrag: #11
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
(08-03-2026 13:29)sicherheitstechnik-siegen schrieb: @FAP: ..., da ich aufgrund meiner Performance nichts mehr installieren kann. ...Wir machen unseren Hauptumsatz mit (Funk)Einbruchmeldeanlagen - Video kommt bei uns zwar auch vor, da belassen wir es aber bei den kleinen, und meist eher im Privatbereich angesiedelten Projekten. Hier haben wir auch auf Grund der ziemlich kurzen Produktzyklen keine so großen Lagerbestände. Für Funkalarmanlagen gilt das (glücklicherweise) nicht so sehr - und da wir bei unseren "Klassikern" einen nahezu garantierten Absatz haben, kann ich mir auch mal 10 Zentralen und eine Kiste Kontaktsender oder Bewegungsmelder ins Regal legen und die dann innerhalb der nächsten Wochen abbauen. |
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08-03-2026, 14:04
Beitrag: #12
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
Bei Kameras sieht das aber ganz anders aus. Da kann ich mir gar nichts auf's Lager legen, da die komplett individuell geplant werden.
Planung + Verkauf - Video+ Alarmtechnik / Lupus XT4 Upgrade. Remote Installation Bundesweit. einbruchschutz-siegen.de https://youtu.be/Hq9WewgaY_4 |
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Gestern, 10:52
Beitrag: #13
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RE: Preiserhöhungen wegen dem Irankrieg
eigentlich ist das recht simpel:
Ein Angebot ist (so stand es zumindestens bei mir immer drauf) 30 Tage bindend. Wenn mein Einkauf teurer wird: unternehmerisches Risiko. Bei Festplatten und Co ist das viel nerviger als bei EMAs oder Kameras Satel Videotutorials: https://www.youtube.com/c/aslademcogmbh |
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